
Die Kita “Anne Frank” in Fürstenwalde sorgt mit Sprachfördererzieherinnen und einer ausgebildeten Kreativitätspädagogin für kulturelle Bildung beim Nachwuchs. „Eines unserer Bildungsaufträge ist es, den Kindern Kulturgut zu vermitteln“, sagt Leiterin Marion Sucker. Einmal im Jahr geht’s u.a. mit den Kindern aus Kita und Hort nach Berlin in die Kinderrevue des Friedrichstadtpalastes und ins Kindertheater. „Erleben ist wichtig“, sagt Marion Sucker, „damit die Kinder einen anderen Blick auf die Dinge bekommen.“
Für die Kulturarbeit mit den 3- bis 7-Jährigen erhält die Kita “Anne Frank” von der Stadt Fürstenwalde 20 Euro pro Kind und Jahr. Das ist nicht viel. „Aber im Großen und Ganzen kommt die Kita gut mit ihrem Haushalt hin“, sagt Marion Sucker.
Die Pädagoginnen unterstützen die Kinder beim Malen, Basteln, Zeichnen oder Töpfern. Für die Aktion „Kultur gut stärken“ bastelten einige Kinder bunte K’s. „In jeder Kita sollte ein Atelier bzw. der Bildungsbereich Darstellen und Gestalten vorhanden sein“, erläutert Marion Sucker. Im Hort gibt es noch eine Werkstatt. Zudem hängen in der Kita Kunstwerke, „aktuell von Miro und Hundertwasser“ aus. Das dient zum Kennenlernen der Künstler und soll Kinder zum Nachmalen anregen.
Bei der Sprachförderung achten die Erzieherinnen auf Sprachäußerungen und Signale der Kinder. Laut Marion Sucker hat die Kita einen hohen Prozentsatz von Kindern, die sprachliche Probleme aufweisen. Die Erzieherinnen haben bei der Sprachförderung eine Vorbildwirkung. Sie sprechen klar und verständlich für die Kinder und erweitern so den Wortschatz und das Sprachverstehen der Kinder.
Was Marion Sucker fehlt? Anerkennung für alle Mitarbeiterinnen. „In Japan zählen Erzieher zu den hochbezahlten Berufen, bei uns ist das nicht so“, sagt sie. Dabei gehe es nicht darum, „ein bisschen nett dazusitzen“ und mit den Kindern zu spielen. „Es geht bei uns um bewusstes Handeln, um Bildungsarbeit in der Kita.”
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