Blog-Archiv

Wolfgang Thierse und Johanna Wanka diskutieren in Kiel über den Wert der Kreativität

Diskussion im hohen Norden mit Wolfgang Thierse und Johanna Wanka

Das Kulturforum Schleswig-Holstein, die Kulturpoltische Gesellschaft Regionalgruppe Schleswig-Holstein und der Landeskulturverband Schleswig-Holstein laden Sie im Rahmen dieses Aktionstages ganz herzlich ein zu einer Vortragsveranstaltung am 21. Mai 2012 um 19.00 Uhr in die Sparkassenakademie Schleswig-Holstein (Faluner Weg 2, 24109 Kiel).

Bei den Vorträgen möchten wir über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinausblicken und hoffen, mit unserer Veranstaltung auf die dann laufenden Koalitionsverhandlungen nach der Landtagswahl zugunsten der Kultur Einfluss nehmen zu können. Wir freuen uns sehr, dass wir von Seiten der SPD Wolfgang Thierse, MdB, und für die CDU die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, gewinnen konnten. Die Referenten stehen nach ihren Vorträgen für eine Diskussion zur Verfügung.

Das musikalische Rahmenprogramm werden Marcel Schaie (Posaune) und Jan-Christoph Mohr (Piano) gestalten. Anschließend gibt es bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit für Gespräche.

Zu den Details gelangen Sie hier.

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Feitagsservice: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Berücksichtigt werden Drucksachen zu folgenden Themen: Auswärtige Kulturpolitik, Bildung, Bürgerschaftliches Engagement, Daseinsvorsorge, Erinnern und Gedenken, Europa, Föderalismusreform Informationsgesellschaft, Interkultur, Internationale Abkommen mit kultureller Relevanz, Kulturelle Bildung, Kulturfinanzierung, Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz, Kulturpolitik allgemein, Kulturwirtschaft, Künstlersozialversicherungsgesetz, Medien, Soziale Sicherung, Steuerrecht mit kultureller Relevanz, Stiftungsrecht und Urheberrecht.

Urheberrecht

Deutscher Bundestag Drucksache 17/9162 (27. 03. 2012)
Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE.
Aufsicht des Deutschen Patent- und Markenamts über die Verwertungsgesellschaften vor dem Hintergrund der urheberrechtlichen Bestimmungen zum Kopieren aus Schulbüchern

“Der Streit um die Einführung einer Kontrollsoftware, zu deren Einführung sich die Bundesländer auf Druck der Verlage verpflichtet hatten, hat sich mittlerweile etwas gelegt. Das Grundproblem dahinter jedoch bleibt bestehen. Die Bundesländer müssen immer mehr für das Fotokopieren an Schulen zahlen, während Lehrerinnen und Lehrer zunehmend unter Druck gesetzt werden, keine Seite zu viel zu kopieren und schon gar keine digitalen Kopien anzufertigen, weil sonst Konsequenzen wegen Urheberrechtsverletzungen drohten. Diese Situation ist eine Folge des zum 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Verbots, aus Unterrichtsmaterialien zu kopieren. [...]” Weiter weiterlesen

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Wert der Kreativität muss gesellschaftlicher Grundsatz werden

Kulturrat unterstreicht Relevanz des Welttags des geistigen Eigentums

Berlin, den 25.04.2012. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, unterstreicht die Relevanz des morgigen Welttags des geistigen Eigentums. Kreativität und der damit verbundene Schutz geistigen Eigentums sind für eine Gesellschaft unabdingbar.

Die großen aktuellen Debatten über das Urheberrecht verdeutlichen, dass das Thema in der Gesellschaft wie in der Politik angekommen ist. Schutz des geistigen Eigentums ist im digitalen Zeitalter unabdingbar, um Kreativität auch weiterhin zu ermöglichen. Die Fragen, wer zu welchen Konditionen welche Inhalte im Netz zeigen kann und wie in der digitalen Welt professionelle künstlerische Arbeit möglich ist, gilt es zu klären. Um diese Kernfrage gruppieren sich zahlreiche weitere Fragestellungen nach neuen Geschäftsmodellen, nach der Rechtsdurchsetzung im Netz, nach avantgardistischen künstlerischen Ausdrucksformen, nach der Vergütung kreativer Leistungen. weiterlesen

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Kulturinfarkt sorgt weiter für Ärger. Susanne Keuchel im Interview

Am Freitag, den 13. April, wurden in der Universität Hildesheim die Ergebnisse einer Studie zur Kulturnutzung von Migranten vorgestellt. Birgit Mandel, die die Studie wissenschaftlich begleitet hat, meldet sich nun zu Wort und stellt die Studie in Zusammenhang mit den Aussagen aus dem Buch „Der Kulturinfarkt“.

Kulturstimmen: Nach Auffassung von Mandel unterstreicht die Studie, dass die Thesen in diesem Buch richtig sind. Schieben Sie also nun die wissenschaftliche Begründung für das Buch „Der Kulturinfarkt“ nach?

Susanne Keuchel: Zunächst muss ich eines ganz deutlich unterstreichen, da in den letzten Wochen immer wieder in den Medien punktuell und unterschwellig das Zentrum für Kulturforschung (ZfKf) in Verbindung mit diesem Buch genannt wurde. Das Buch „Kulturinfakt“ ist keine Studie des Zentrums für Kulturforschung und vertritt auch in keinerlei Weise Positionen des ZfKf. Das Buch verantworten vier Autoren als Privatpersonen. Einer dieser Autoren hatte mit mir zusammen die Geschäftsführung des Instituts inne, hat aber, als das ZfKf mit dieser Studie in Verbindung gebracht wurde, um dem Institut nicht zu schaden, seine Arbeit in der Geschäftsführung ausgesetzt.

Das ZfKf vertritt übrigens keine Positionen, sondern ist eine Forschungseinrichtung, die empirisch gestützt Daten zum Kunst- und Kulturleben generiert. Wir versuchen also gesellschaftliche Prozesse zu analysieren und systematisch zu beschreiben. Maximal sprechen wir am Ende Empfehlungen aus, die wir aus den ermittelten Daten ableiten.

Umso mehr hat uns diese neue mediale Presseberichterstattung erschüttert, die nun auch versucht, einen Zusammenhang zwischen unserer neuen Studie, dem InterKulturBarometer und dem Buch Kulturinfarkt herzustellen. Das ist absurd. Das InterKulturBarometer beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Faktors Migration auf das Kulturleben in Deutschland und befragt hierzu Bevölkerungsgruppen mit und ohne Migrationshintergrund. Es geht darum, wie Migration unser Kulturleben verändert hat, welches kulturelle Kapital durch Migration das Aufnahmeland gewinnt und wie es um die Teilhabe migrantischer und nichtmigrantischer Bevölkerungsgruppen bestellt ist bezogen auf das kulturelle Angebot des Aufnahmelands sowie das neu hinzugekommene kulturelle Kapital der Herkunftsländer. Dabei interessierte uns auch die zeitliche Entwicklungsperspektive. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | 1 Kommentar

Feitagsservice: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Berücksichtigt werden Drucksachen zu folgenden Themen: Auswärtige Kulturpolitik, Bildung, Bürgerschaftliches Engagement, Daseinsvorsorge, Erinnern und Gedenken, Europa, Föderalismusreform Informationsgesellschaft, Interkultur, Internationale Abkommen mit kultureller Relevanz, Kulturelle Bildung, Kulturfinanzierung, Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz, Kulturpolitik allgemein, Kulturwirtschaft, Künstlersozialversicherungsgesetz, Medien, Soziale Sicherung, Steuerrecht mit kultureller Relevanz, Stiftungsrecht und Urheberrecht.

Bildung

Deutscher Bundestag Drucksache 17/9098 (23. 03. 2012)
Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ nach der Evaluierung

“„Lernen durch tatkräftiges Helfen“ – unter diesem Motto steht der entwick- lungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“. Seit dem Jahr 2007 können junge Menschen im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufenen „weltwärts“- Förderprogramms einen Freiwilligendienst im Ausland leisten. Das BMZ übernimmt hierbei in erster Linie die Finanzierung, während die Durchführungsverantwortung nach verbindlichen Förderrichtlinien bei den beteiligten entwicklungspolitischen Entsendeorganisationen liegt. Weltwärts soll es Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 18 und 28 Jahren erleichtern, sich auch ohne fachliche Vorkenntnisse entwicklungspolitisch in anderen Ländern zu engagieren. In den ersten drei Jahren haben 10 178 Freiwillige das Programm absolviert. Seit Kurzem liegt die Evaluierung von weltwärts vor, sie umfasst den Zeitraum 2007 bis 2010. [...]” Weiter

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Feitagsservice: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Berücksichtigt werden Drucksachen zu folgenden Themen: Auswärtige Kulturpolitik, Bildung, Bürgerschaftliches Engagement, Daseinsvorsorge, Erinnern und Gedenken, Europa, Föderalismusreform Informationsgesellschaft, Interkultur, Internationale Abkommen mit kultureller Relevanz, Kulturelle Bildung, Kulturfinanzierung, Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz, Kulturpolitik allgemein, Kulturwirtschaft, Künstlersozialversicherungsgesetz, Medien, Soziale Sicherung, Steuerrecht mit kultureller Relevanz, Stiftungsrecht und Urheberrecht.

Interkultur

Drucksache 17/9038 (14. 03. 2012)
Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE

Veröffentlichung und Bewertung der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“
„Eine Woche nach der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nazi-Terrors in Deutschland und einen Tag vor der offiziellen Vorstellung durch das Bundes- ministerium des Innern (BMI) am 1. März 2012 berichtete „Bild.de“ exklusiv über die Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“. Diese 764 Sei- ten umfassende Studie wurde 2009 vom BMI in Auftrag gegeben, die Kosten sollen sich auf 400 000 Euro belaufen haben.
Unter der Überschrift „Junge Muslime verweigern Integration“ (später: „Innen- minister warnt radikale Muslime“) berichtete „Bild.de“ am 29. Februar 2012 über die so genannte Schock-Studie. Von „BILD“ wurden einige vermeintliche Ergebnisse der Studie dergestalt zusammengefasst, dass sie ein negatives Zerr- bild der Realität konstruierten. Entsprechend kritische Reaktionen auf diese Be- richterstattung kamen aus der Politik, von Verbänden und aus der Wissenschaft. Die Kritik betraf sowohl methodische Schwächen der Studie (geringe Zahl der Befragten, soziodemografische Faktoren und das zentrale Thema Bildung wer- den weitgehend ausgeblendet, einseitiger bzw. eindimensionaler „Integrations- begriff“ usw.) als auch der Umstand der exklusiven Vorabberichterstattung durch die „BILD Zeitung“, die nicht durch differenzierte Berichterstattung, son- dern mit dem Verbreiten und Schüren rechtspopulistischer Vorurteile auffällt. Wie auch bei anderen Themen verwandte die „BILD Zeitung“ bei der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“ gezielt „einzelne Informatio- nen, um zu dramatisieren und zu emotionalisieren“ und verfuhr nach dem Prin- zip „Befreiung der Inhalte von Kontexten, Differenzierung, Interessenunter- schieden und Perspektiven“ (Studie der Otto-Brenner-Stiftung „Drucksache ‚BILD‘“, S. 5 u. 9; www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/kompakt/ dokumente/bild_studie/2011_04_05_Bildstudie_Zusammenfassung.pdf).[...] Weiter

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Feitagsservice: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Berücksichtigt werden Drucksachen zu folgenden Themen: Auswärtige Kulturpolitik, Bildung, Bürgerschaftliches Engagement, Daseinsvorsorge, Erinnern und Gedenken, Europa, Föderalismusreform Informationsgesellschaft, Internationale Abkommen mit kultureller Relevanz, Kulturelle Bildung, Kulturfinanzierung, Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz, Kulturpolitik allgemein, Kulturwirtschaft, Künstlersozialversicherungsgesetz, Medien, Soziale Sicherung, Steuerrecht mit kultureller Relevanz, Stiftungsrecht und Urheberrecht.

Digitalisierung

Drucksache 17/8999 (15. 03. 2012)
Fünfter Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“

Datenschutz, Persönlichkeitsrechte

Drucksache 17/9013 (19. 03. 2012)
Anfrage der Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE.

Digitale und soziale Spaltung bei Zugang und Nutzung des Internets in Deutschland
“Die aktuellen Ergebnisse des von der Initiative D21 e. V. veröffentlichten (N)ONLINER Atlas 2011 zeigen, dass bei der Nutzung des Internets in Deutschland immer noch eine digitale Spaltung zwischen den Nutzerinnen und Nutzern entlang von Einkommen und Bildungsgrad existiert. So sind nur 60,5 Prozent aller Menschen mit Volks- oder Hauptschulabschluss online, wohingegen 90,2 Prozent aller Menschen mit abgeschlossenem Abitur bzw. Studium das Internet nutzen. [...]” Weiter

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

nmz-TV-zum Kulturinfarkt. Reinschauen!!

Was hat die Veröffentlichung zum Kulturinfarkt doch für Wellen der Empörung hervorgerufen. Nun steht einer der Autoren, Armin Klein, Rede und Antwort. Und zwar auf der nmz-Messebühne der Musikmesse 2012. Mit von der Partie sind überdies Brigitte Zypries (SPD), Lydia Grün (Musikland Niedersachsen) und Moritz Puschke (Deutscher Chorverband). Die Moderation leiten Barbara Haack und Theo Geißler von der nmz.

Film ab:

YouTube Preview Image

Noch mehr Musik-Kultur in Wort und Bild finden Sie auf den Seiten der nmz.

REDAKTION Stefanie Ernst | 1 Kommentar

Kein Schmelztiegel für die Orchester des Südwestrundfunks

Ein Offener Brief der Redaktion der neuen musikzeitung an die Intendanz
und Hörfunkdirektion des SWR

Sehr geehrter Herr Boudgoust, sehr geehrter Herr Hermann,

die neue musikzeitung dankt Ihnen hiermit noch einmal für Ihre Teilnahme an unserer Diskussion auf der Frankfurter Musikmesse über die Zukunft der SWR-Orchester. An eine Übereinstimmung der Standpunkte war dabei natürlich nicht zu denken – es war gleichwohl nützlich, die Argumente auszutauschen, zumal, da die endgültige Entscheidung über die Orchester-Situation beim SWR zunächst einmal bis in den Juni 2012 verschoben worden ist. Es gibt also genügend Zeit, alles noch einmal gründlich zu überdenken und nach Lösungen zu suchen. Dieser Offene Brief der neuen musikzeitung will nicht als allgemeiner Protest gegen die geplanten Veränderungen verstanden werden, sondern als Beitrag zu möglichen Modellen, die die parallele Existenz zweier Sinfonieorchester im SWR sichern könnten.

Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die aktuellen Pläne der Intendanz nicht nur bis Juni 2012, sondern auf unbestimmte Zeit verschoben, am besten aufgehoben würden. In den Orchestern, besonders im Baden-Badener/Freiburger, ist schon gefährliche Unruhe entstanden. Ein 1. Oboist nahm bereits eine Professur in Berlin an, ein hervorragender Klarinettist, der zurzeit noch auf Probe spielt, fürchtet, nicht ganz zu Unrecht, dass er bei der derzeitigen Situation keine Aussicht auf eine Festanstellung haben kann. Das sind bedrohliche Anzeichen einer schleichenden Erosion, die für beide Orchester gefährlich werden könnte, weil gerade die besten Musiker eines Orchesters sich erfahrungsgemäß beizeiten anderweitig umsehen. Eine Fusion der beiden Orchester, ohnehin schon äußerst problematisch, würde im Endeffekt ohne die Spitzenmusiker der Ensembles auskommen müssen, mit dem fatalen Ergebnis, dass man dann zwar ein zahlenmäßig großes, aber qualitativ höchstens mittelmäßiges Orchester besitzt. Daran würde auch ein sogenannter Spitzendirigent, wenn er denn überhaupt käme, nur wenig ändern können. weiterlesen

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Feitagsservice: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

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Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Berücksichtigt werden Drucksachen zu folgenden Themen: Auswärtige Kulturpolitik, Bildung, Bürgerschaftliches Engagement, Daseinsvorsorge, Erinnern und Gedenken, Europa, Föderalismusreform Informationsgesellschaft, Internationale Abkommen mit kultureller Relevanz, Kulturelle Bildung, Kulturfinanzierung, Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz, Kulturpolitik allgemein, Kulturwirtschaft, Künstlersozialversicherungsgesetz, Medien, Soziale Sicherung, Steuerrecht mit kultureller Relevanz, Stiftungsrecht und Urheberrecht.

Europa

Drucksache 17/8930 (07. 03. 2012)
Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion der SPD

Förderung der Europäischen Union für Kultur und Medien ab dem Jahr 2014
„Die Förderprogramme der Europäischen Union für Kultur – „Kultur“ (2007– 2013) – und Medien (MEDIA 2007 und MEDIA Mundus) laufen in ihrer bisherigen Form ebenso wie andere Förderprogramme im Jahr 2013 aus. Im Rahmen des Vorschlags zur Ausgestaltung des Mehrjährigen Finanzrahmens 2014 bis 2020 schlägt die Europäische Kommission vor, die Förderprogramme „Kultur“ (2007–2013), MEDIA und MEDIA Mundus zusammen mit einem neuen sektorübergreifenden Finanzierungsinstrument, der u. a. einem Garantiefonds für den Kreativsektor entspricht, unter einem Dachprogramm „Kreatives Europa“ zu bündeln und unter einem gemeinsamen Haushaltstitel mit einem Ansatz von knapp 1,8 Mrd. Euro zusammenzufassen. Bislang standen Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 1,17 Mrd. Euro im Haushalt für die drei bisherigen Förderprogramme zur Verfügung. Zu berücksichtigen ist dabei, dass u. a. mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel neue, im Rahmen von „Kreatives Europa“ zu finanzierende kulturpolitische Maßnahmen noch zusätzlich hinzu- kommen. Außerdem sind zusätzliche Antragsteller zu erwarten, zum Beispiel verursacht durch die Tatsache, dass zahlreiche, bislang durch das JUGEND-Pro- gramm der EU geförderten Jugendkulturprojekte nach dessen Zusammenlegung mit den Bildungsprogrammen, künftig nicht daraus zu fördern sein werden, sondern absehbar ebenfalls im Kulturförderprogramm beantragt werden. […]“ Weiter

Soziale Sicherung

Drucksache 17/8960 (09. 03. 2012)
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Kultur und Medien (22. Ausschuss)
zu dem Antrag der Abgeordneten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/7825

Prekäre Situation von Lehrbeauftragten an Musikhochschulen sowie Hochschulen für Musik und Theater beenden – Rahmenbedingungen zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe schaffen
„A. Problem
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert, dass Lehrbeauftragte an Musikhochschulen eine Sonderstellung einnehmen. Sie würden anders als sonst im Lehrbetrieb üblich nicht nur zur Ergänzung, sondern zur Sicherung des Lehrangebots eingesetzt. Gleichzeitig würden sie gegenüber festangestelltem Lehrpersonal erheblich benachteiligt, gering bezahlt und sozial nicht abgesichert. Deshalb fordert die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von den Ländern, eine Arbeitsgruppe bei der Kultusministerkonferenz einzurichten, um unter Mitwirkung der Betroffenen für Abhilfe zu sorgen. Erarbeitet werden müssten Honoraruntergrenzen, ein angemessenes Verhältnis von Festangestellten und Lehrbeauftragten sowie Vergütungsmodelle, die die Situation der Lehrbeauftragten nachhaltig verbessern. Anschließend müssten die Landeshochschulgesetze angepasst und die Musikhochschulen mit den nötigen Budgets ausgestattet werden. […]“ Weiter

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar