Der Vorsitzende des SWR-Rundfunkrats, Harald Augter, ist der erste Preisträger des Musik-Gordi. Er erhält den Negativpreis für die Entscheidung des Rundfunkrats, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und das Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg bis 2016 zu fusionieren, wie der Chefredakteur der neuen musikzeitung, Theo Geißler, am Mittwoch kulturstimmen.de sagte. Augter sei eingeladen, “bisher haben wir aber noch keine Zusage”.
Die neue musikzeitung und das Magazin Musikforum haben den Negativpreis gemeinsam ausgelobt. Der Medienmanager und Kulturwissenschaftler Dieter Gorny soll die Auszeichnung in Form einer verknoteten Flöte am Freitag um 13.00 Uhr auf der Musikmesse in Halle 3.1, Stand C53 an Augter überreichen – sofern er kommt.
Der Rundfunkrat des SWR hatte Ende September 2012 die Fusion beschlossen – “nach intensiver Beratung” und “mit großer Mehrheit”, wie es der SWR damals mitteilte. SWR-Intendant Peter Boudgoust hatte erklärt, die Entscheidung sei “schmerzhaft, aber unter den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen unausweichlich”. Geißler hingegen befand, die Fusion sei “völlig kenntnislos” entschieden worden.
Augter ist seit 2008 Vorsitzender des SWR-Rundfunkrats, im Januar dieses Jahres wurde er im Amt bestätigt.

Der Musik-Gordi 2013 geht an SWR-Rundfunkratsvorsitzenden Harald Augter. Der Gordi versteht sich als “gordischer Knoten” der Musikwelt











