Sylvia Plath

Inszenierung, Choreografie, Bühne und Kostüme Johann Kresnik
Musik Walter Haupt
Einstudierung Christina Comtesse
Co-Bühnenbild und Co-Kostümbild Nora Johanna Gromer

Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt

Nach dem überwältigenden Erfolg von Ulrike Meinhof am Staatstheater Darmstadt wird in dieser Spielzeit der Johann Kresnik-Zyklus zur Repertoirepflege des modernen Tanzes mit seinem Choreographischen Theater Sylvia Plath fortgesetzt. Johann Kresnik ist unbestritten einer der bedeutendsten Choreografen der Tanzgeschichte in Deutschland, wo er über dreißig Jahre und ohne Unterbrechung an verschiedenen Theatern ein eigenes Tanzensemble leitete: Heidelberg, Bremen, Berlin und zuletzt Bonn zählen zu den wichtigsten Stationen. Als ausgesprochen politisch muss man sein Werk charakterisieren, verfolgt er doch immer das Ziel, sein Publikum zum Nachdenken anzuregen, auf Missstände aufmerksam zu machen, sozusagen „den Finger in die Wunde zu legen“. Dabei hat er sich wiederholt und mit Vorliebe in seinen Werken Biografien – vornehmlich von Frauen – zugewendet, Außenseiterinnen und unangepasste Persönlichkeiten porträtiert, um gesellschaftliche Normen und Wertvorstellungen, aber auch den jeweiligen historischen Kontext stetig zu hinterfragen. Sein Stück über die amerikanische Schriftstellerin Sylvia Plath, deren Lyrik eindringliches Zeugnis ihres persönlichen Leidensweges ist, zählt zu einem seiner erfolgreichsten Choreographischen Theater und war neben Heidelberg, Bremen und Berlin auf zahlreichen Gastspielen zu sehen.

18. Mai 2012
19.30 Uhr