
Der Präsident des Deutschen Kulturrats, Christian Höppner, am Donnerstag auf der Musikmesse in Frankfurt am Main.
Um die Zukunft kultureller Bildung ging es am Donnerstag auf der Musikmesse in Frankfurt am Main. In zwei Diskussionsrunden sprachen Vertreter von Kulturverbänden und Kultureinrichtungen unter der Moderation des Deutschlandradio Kultur über die Chancen und Notwendigkeiten von kultureller Bildung.
Die erste Runde ging der Frage nach, wie befristete Modellprojekte zur kulturellen Bildung dauerhaft Wirkung entfalten und einem breiten Publikum zugute kommen können. Es diskutierten: Winfried Kneip von der Stiftung Mercator und Vorstand des Rats für Kulturelle Bildung, Veronika Petzold, Geschäftsführerin des Deutschen Chorverbands, Gerd Taube, Präsident der Bundesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats.
„Wir setzen auf Verstätigung und bauen Netzwerke mit Schulen auf, die in Zukunft kultursensible Schulen werden wollen“, sagte Winfried Kneip. Allerdings sei kulturelle Bildung ein Aggregatzustand, der sich ständig verändere, gab Veronika Petzold zu bedenken. Deshalb müssten Modellprojekte nicht nur inhaltlich gut sein, „sondern auch in die Breite gebracht werden“, argumentierte Olaf Zimmermann.
In der zweiten Runde am Nachmittag ging es um Sinn und Zweck außerschulischer kultureller Bildung. Für Joachim Reiss vom Bundesverband Theater in Schulen, der selbst Theater unterrichtet, ist kulturelle Bildung Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder und Jugendliche Teilhabe erlernen können. Mit Joachim Reiss standen der Präsident des Deutschen Kulturrats, Christian Höppner, der Vorsitzende der Initiative Hören, Karl Karst und der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Musikschulen, Matthias Pannes auf dem Podium.
Olaf Zimmermann und sein Team gaben außerdem auf der Musikmesse Suppe aus – gegen eine Spende zur Unterstützung der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zur „Suppenküche“ hatte die Neue Musik Zeitung aufgerufen. Mehr Fotos sehen Sie auf der Facebook-Seite “Kultur gut stärken” https://www.facebook.com/pages/Kultur-gut-stärken/196179950407157