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Auftaktveranstaltung der neuen Reihe „Literatur sucht Politik“ anlässlich des Aktionstages „Kultur gut stärken“ mit der Lesung „Karola Bloch, Jürgen Teller, Andziula Tagelicht – Drei aufrechte Leben für die konkrete Hoffnung“
„Als Architektin und Bauhaus-Anhängerin wehrte sich Karola Bloch (1905-1994) gegen das NS-Regime. Ihre Schwägerin, die Tänzerin Andziula Tagelicht (1907-1943) schrieb aus dem Ghetto Warschaus hoffnungsvolle Briefe durch die Zensur hindurch. Andziula Tagelicht wollte als Schülerin der weltbekannten Tanzchoreografin Mary Wigman in ihrem nur kurzen Leben den Kindern im Warschauer Ghetto durch Tanzunterricht Mut machen. Karola Blochs Angehörige wurden im KZ Treblinka ermordet. Sie litt unter diesem Trauma bis zu ihrem Tod. – In der Lesung aus dem Buch „Karola Bloch – Architektin, Sozialistin, Freundin“ (herausgegeben von Irene Scherer und Welf Schröter) wird Karola Bloch als berufstätige Frau, ihre Freundschaft zu dem Leipziger Blochschüler Jürgen Teller („Briefe durch die Mauer – Briefwechsel 1954–1998 zwischen Ernst und Karola Bloch sowie Jürgen und Johanna Teller“) ebenso zur Geltung kommen wie ihr Leiden an der Shoah. Karola Bloch und ihr Mann Ernst Bloch kamen 1949 voller Hoffnung nach Leipzig in die DDR und verließen sie nach Berufs- und Publikationsverboten 1961 mit enttäuschter Hoffnung in Richtung Tübingen. Die „Leipziger Zeit“ war für die Blochs ein Wendepunkt. weiterlesen →