Blog-Archiv

Bitte vorlesen!

© Stiftung Lesen - Thomas Kärcher

Am 16. November findet der 9. Bundesweite Vorlesetag statt und lädt in ganz Deutschland zum Vorlesen ein. Im letzten Jahr gab es bei Deutschlands größtem Vorlesefest mehr als 12.000 Vorlese-Aktionen im gesamten Bundesgebiet. Im Kurzinterview der Woche spicht Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, mit kulturstimmen.de über die Idee und gibt einen Vorgeschmack auf den diesjährigen Aktionstag.

kulturstimmen: Was genau ist der Bundesweite Vorlesetag und welche Idee steckt dahinter?

Dr. Jörg F. Maas: Der Bundesweite Vorlesetag ist Deutschlands größtes Vorlesefest und findet seit 2004 jedes Jahr an einem Freitag im November statt, dieses Jahr am 16. November. An diesem Tag finden im ganzen Land Vorleseaktionen statt – in Kindergärten, Schulen und Bibliotheken genauso wie an ungewöhnlichen Orten wie Museen, Tierparks, Zügen, Fernsehstudios oder Fabriken. Damit wollen die Initiatoren Die ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am Lesen wecken. Über diesen Impuls sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden. weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Zeigen Sie bürgerschaftliches Engagement?: Der Deutscher Engagementpreis 2012

Preisträger des Deutschen Engagementpreises 2011 © Marc Darchinger

„Geben gibt“ – im Rahmen dieser von zahlreichen gemeinnützigen Verbänden und Organisationen initiierten Kampagne wurde 2009 erstmalig der Deutsche Engagementpreis vergeben. Bürgerschaftliches Engagement geriet so wieder intensiv in die öffentliche Wahrnehmung und Diskussion. Heute gilt der Deutsche Engagementpreis als die wichtigste Würdigung für bürgerschaftliches Engagement bundesweit und wird als eigenständiges Projekt weitergeführt. Für die diesjährige Auslobung des Preises können noch bis zum 31. Mai 2012 auf www.deutscher-engagementpreis.de Vorschläge eingereicht werden. Im heutigen Kurzinterview gibt Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Jurymitglied des Deutschen Engagementpreises, vorab einen Einblick in die Strukturen des Preises.

kulturstimmen: Was genau ist der Deutsche Engagementpreis? Wie erfolgt die Nominierung für diese Auszeichnung?

Hans Fleisch: Der Deutsche Engagementpreis ehrt jährlich Projekte in den Kategorien Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft, Politik & Verwaltung sowie 2012 in der Schwerpunktkategorie Engagement vor Ort, um zu zeigen, wie viele Menschen und Organisationen sich auf unterschiedlichste Weise engagieren. Außerdem wird ein mit 10.000 Euro dotierter Publikumspreis vergeben. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Petition: Für den Erhalt der kulturellen Einrichtungen in Berlin-Pankow

Demonstration am 15.02.2012 © Raphael Garbe

CDU-Kulturstadtrat Torsten Kühne kündigte Maßnahmen an, die kommunale Kultur des Berliner Bezirks Pankow stark zu kürzen. Bereits ab 1. Februar wurden grundlegende Mittel u.a. für das Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm auf dem Kulturareal des Thälmann-Parks gestrichen. Aus aktuellem Anlass spricht kulturstimmen im heutigen Kurzinterview mit Iris Boss, Initiatorin der Petition „Für den Erhalt der kulturellen Einrichtungen in Berlin-Pankow“. Sie fordert unverzüglich „den Raubbau an der Kultur in Pankow zu stoppen“ und hat bereits mehr als 10.000 Unterstützer gefunden.

kulturstimmen: Aus welchem Anlass wurde die Petition „Für den Erhalt der kulturellen Einrichtungen in Berlin-Pankow“ verfasst?

Iris Boss: Ab dem 1. Februar 2012 wurde der Haushalt in Pankow eingefroren, den kommunalen kulturellen Einrichtungen standen von einem Tag auf den anderen grundlegende Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebs nicht mehr zur Verfügung. Künstler, die mit festen Zusagen der Einrichtungen produzierten, Anträge auf Förderung gestellt und bewilligt gekriegt haben, konnten nicht bezahlt werden, eine Planung des weiteren Programms wurde unmöglich. Dies hätte in der Praxis das Ende der betroffenen Einrichtungen bedeutet. Dazu kam eine Streichliste, die Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) und Kulturstadtrat Torsten Kühne (CDU) zu verantworten haben. Auf der Liste der Einrichtungen, die „zum rechtlich nächstmöglichen Zeitpunkt aufgegeben bzw. in eine Finanzierung außerhalb des Bezirkshaushaltes überführt“ werden sollen, stehen unter anderen der Kulturstandort Ernst-Thälmann-Park (mit Wabe, Theater unterm Dach, Galerie Parterre, Kunstwerkstätten), die Galerie Pankow sowie mehrere ehrenamtlich geführte Bibliotheken. Es droht ein kultureller Kahlschlag in nie dagewesener Dimension, der haushälterisch nicht einmal Sinn macht. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Klaus Wowereit zeigt “Mut zur Integration”

 

„Mut zur Integration. Für ein neues Miteinander“ – so lautet der Titel des neuen Buches von Klaus Wowereit. In diesem greift Berlins regierender Bürgermeister das Thema Integration umfassend auf und beschreibt es als Kernaufgabe für die Metropole Berlin. Doch was bedeutet Integration genau und wie wird diese heute aktiv umgesetzt? Kulturstimmen fragt im heutigen Kurzinterview persönlich bei Klaus Wowereit nach.

kulturstimmen: Welche Idee liegt Ihrem Buch „Mut zur Integration. Für ein neues Miteinander“ zugrunde?

Klaus Wowereit: Das Buch ist unter anderem das Ergebnis unserer zweijährigen Arbeit in der “Zukunftswerkstatt Integration – Einstiege und Aufstiege in Deutschland” des SPD-Parteivorstandes, die ich in meiner Funktion als Stellvertretender Parteivorsitzender geleitet habe. Aus meiner Sicht ist die Gewährleistung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes neben der Gestaltung des demographischen Wandels die entscheidende Politikaufgabe zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Aus diesem Grunde betrachte ich das Thema Integration auch in erster Linie als eine soziale Frage. Es geht nicht darum, wo jemand herkommt. Es geht darum, allen in Deutschland lebenden Menschen die gleichen Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe zu ermöglichen – und zwar unabhängig von ihrer Herkunft. Es leuchtet mir nicht ein, da Unterschiede vorzunehmen: Jede und jeder muss die Möglichkeit haben, die jeweiligen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talente zum Gesamtwohl unserer Gesellschaft einbringen zu können. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | 1 Kommentar

„Global-Kiez-Radio“

Eröffnung der MulticulTEA bubblebar am 25. November, Foto: Yusuf Beyazit

Bubbletea Bar und Gläsernes Studio – Chefredakteurin Brigitta Gabrin beantwortet im heutigen Kruzinterview Fragen zum Weltkulturradio multikult.fm.

kulturstimmen: Was ist radio multikult.fm und wie ist es zur Gründung des Internet-Radios gekommen?

Brigitta Gabrin: Nach der Schließung von radiomultikulti des RBB, beschloss ein Bruchteil des Teams unter der Leitung der Moderatorin Brigitta Gabrin den vergeblichen Protesten der Hörerschaft eine positive Wendung zu geben und gründete ein ehrenamtliches Radio. Seit Dezember 2008 sendet das mittlerweile 100 köpfige Team als Radio multicult.fm täglich 4-6 Stunden auf UKW 88,4 und 24 Stunden lang im Netz (www.multicult.fm). weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Bürger Künstler beauftragen: Wie lässt sich zeitgenössische Kunst in einer modernen Gesellschaft verankern? • Von Von Jan Turowski

Gloria Friedmann „Tableau refuge“ (1997). Es wurde ein Künstler beauftragt einen Unterschlupf, in erster Linie für Jäger und Angler, einrichten und „Modernität in die ländliche Region zu holen“.

Die Fragen sind alles andere als neu, und doch scheinen sie vor dem Hintergrund gewaltiger gesellschaftlicher, technologischer und kultureller Veränderungsprozesse zu Beginn des 21. Jahrhunderts heute aktueller denn je: Braucht die Gesellschaft Bildende Kunst? Kann sich so etwas wie ein gesellschaftlicher Bedarf an Kunst überhaupt sinnvoll formulieren? Und braucht Kunst Gesellschaft? Braucht Kunst kommunikative und sozialpolitische Interaktion, die über den eigenen, sehr engen Kunstzirkel hinausreicht?

Auf diese Fragen gibt das Kunstprogramm „Neue Auftraggeber. Für eine Kunst der Zivilgesellschaft“ eine historisch neue Antwort: Es stellt eine organisatorische Praxis bereit, die es Bürgern – unabhängig von ihren materiellen Ressourcen – ermöglicht, mit einem konkreten Anliegen, einer Fragestellung oder einem Problem zu Auftraggebern eines Kunstwerkes zu werden. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Crowdfunding als Ergänzung der Kulturförderung – Wie kleine Projekte schon heute alternativ finanziert werden • Von Denis Bartelt

AARGON / pixelio.de

Crowdfunding ist ein junges Phänomen im Internet, welches seit Sommer 2010 auch in Deutschland an Relevanz gewinnt. Übersetzt mit „Schwarmfinanzierung“, zeigt sich dessen Potenzial bereits in der Begrifflichkeit: Viele Nutzer des Internets finanzieren in kleinen Beträgen gemeinsam eine Sache.

Im September 2010 ist mit startnext. de die erste deutsche Plattform gestartet, die Kreativen, Künstlern und Erfindern die Projektfinanzierung über die Internet-Community ermöglicht. In kurzer Folge starteten weitere Plattformen, wie mysherpas. com, inkubato.com und pling.de, die ebenfalls kreative Projekte fördern, teilweise aber auch soziale Projekte mit einbeziehen. weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Kulturbund Michendorf beteiligt sich am Aktionstag

Folktanzfest in Michendorf 2010; Foto: Biggi Schendzielorz

Im Rahmen des ersten bundesweiten Aktionstages des Deutschen Kulturrates „Kultur gut stärken“ am 21./22.5. stellt der Kulturbund Michendorf die Vielfalt kultureller Aktivitäten zum Anschauen und Mitmachen vor. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar