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Fotowettbewerb zum Aktionstag

Der 21. Mai ist der bundesweite Aktionstag zur kulturellen Vielfalt. Was bedeutet Kultur für Sie? Wie leben oder erleben Sie Kultur? Machen Sie mit bei unserem Fotowettbewerb zum Aktionstag. Zeigen Sie, wie vielfältig Kultur ist.

Bei Genre und Motiv haben Sie freie Wahl: Gruppenbilder, Porträts, inszenierte Fotografie, Collagen oder Schnappschüsse, Fotos von Kunstwerken oder Kunstbesessenen, in Farbe oder Schwarz/Weiß – lassen Sie sich von der Vielfalt inspirieren.

Sie können sich am Wettbewerb mit bis zu drei Fotos beteiligen. Stimmen Sie außerdem über die Gewinner ab. Die zehn Fotos mit den meisten Stimmen erreichen die Endrunde. Eine Jury des Deutschen Kulturrats prämiert die drei originellsten Bildideen mit 1. Platz: 200 Euro, 2. Platz: 150 Euro, 3. Platz: 100 Euro.

Außerdem veröffentlicht die Jury weitere Fotos als E-Cards auf kulturstimmen.de.

Zum Fotowettbewerb: https://www.facebook.com/pages/Kultur-gut-stärken/196179950407157?id=196179950407157&sk=app_206986712736829

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REDAKTION Katrin Miske | 1 Kommentar

Lautloser Applaus! Ein Weihnachtsmärchen in Gebärdensprache am Hans-Otto-Theater in Potsdam

Alexandra Saldow (Prinzessin) und Florian Lenz (Hans) Foto: Göran Gnaudschun

Am 13. Dezember 2012 zeigt das Hans-Otto-Theater in Potsdam das Weihnachtsmärchen Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Im Kurzinterview der Woche berichtet Manuela Gerlach, Theaterpädagogin und Leiterin des Jugendclubs HOT, über dieses außergewöhnliche Theaterprojekt. weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Ruck soll durch die Gesellschaft gehen


Unsere Gesellschaft braucht mehr Selbstvertrauen
Stefanie Ernst im Gespräch mit Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Im Februar 2007 gründete Rechtsanwalt Hans Eike von Oppeln-Bronikowski zusammen mit anderen Stiftern die Ruck-Stiftung des Aufbruchs in Berlin. Bürgerliches Engagement, eine Gesellschaft der Selbstverantwortung und Solidarität bilden ihr Fundament.

Sehr geehrter Herr von Oppeln-Bronikowski, welcher Ruck soll durch Deutschland gehen?
Roman Herzog forderte in seiner berühmten Adlon-Rede aus dem Jahr 1997 »Durch Deutschland muss ein Ruck gehen«. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Am 3. Oktober ist Tag der offenen Moschee mit Schwerpunkt islamische Kunst und Kultur

Moschee in Wilmersdorf, Foto: Wikimedia Commons

Kunst und Religion gehen seit Jahrtausenden eine enge Symbiose ein. Im christlichen Kontext ist dies in Deutschland unbestritten. Die Kunst und Kultur des Islams und der in Deutschland lebenden Muslime sind bislang jedoch wenig reflektiert worden.

Die Schwerpunktsetzung des diesjährigen Tags der offenen Moschee ist hervorragend gewählt. Kunst und Kultur sind Grundlagen unserer Gesellschaft. Der islamisch geprägten Kunst und Kultur in Deutschland wird allerdings viel zu wenig Beachtung geschenkt. Ich freue mich, dass die Moscheen am 3. Oktober ihre Türen öffnen und durch Führungen, Ausstellungen und Gespräche besonders den Nicht-Muslimen in Deutschland die Kunst und Kultur des Islams näher bringen.

 

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Bildungsbürgertum, Künste und die Politik

Jens-Robert Schulz; pixelio.de

Schwindendes Bildungsbürgertum als Chance für Abkehr von kunstreligiöser Ideologie

Von Max Fuchs

Deutschlands Weg in die kulturelle, soziale und politische Moderne hatte einige Stolpersteine. Während es im Bereich der ökonomischen Modernisierung gelang, sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchaus forciert durch die erheblichen Reparationszahlungen Frankreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1872 – einen Platz unter den führenden Nationen weltweit zu erkämpfen (»Gründerzeit«), blieb in den Feldern des Kulturellen, des Sozialen und vor allem des Politischen die Modernisierung erheblich zurück: Das politisch chronisch erfolglose Bürgertum hatte bei keiner der Revolutionen und Reformen einen anderen westlichen Nationen vergleichbaren Platz an der Macht erobern können. Das Wilhelminische Kaiserreich bietet daher eine eigenartige Mischung von fortschrittlicher Wissenschaft und einem Bürgertum, dessen höchste Auszeichnung die Verleihung eines Adelstitels war. Der konservative Historiker Thomas Nipperdey versuchte zwar, dem Eindruck einer auf der ganzen Linie rückständigen Gesellschaft entgegenzuwirken, indem er darauf hinwies, sie sei eine dynamische Leistungsgesellschaft, geprägt von kultureller Liberalität, regional ausdifferenziert, politisch-kritisch mit einer Vielzahl von Reformbewegungen (Nachdenken, 1991, S. 212 ff.). Doch verwenden kulturgeschichtliche Darstellungen (zum Beispiel Glaser: Kultur, 1984, S. 7 ff.) andere Kategorien: Verwirrung aufgrund von Sinnverlust; Verängstigung angesichts des Verlustes religiöser Gewissheit; Verlust der Geborgenheit angesichts des Fortschritts. Verlusterfahrung scheint eine zutreffende Signatur des Zeitalters zu sein. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Armer Poet in Senftenberg

Zwei leere Blätter; Foto: Yana Arlt

Es geht doch. Wie lange noch. Es geht doch. Sie beweisen es tagtäglich. Man lebt eben von Hartz IV, von gelegentlichen Honoraren, oder von irgendwelchen Almosen. Dafür ist man dann im Bereich der kulturellen Bildungsarbeit tätig. Es geht doch. Oder doch nicht?

Wolfgang Wache und Yana Arlt kennen die Standardtexte für abgelehnte Fördermittelanträge. Wie bereits schon im vorigen Jahr werden die beiden Autoren auch in diesem Jahr  an dem Aktionstag „Kultur gut stärken“ teilnehmen.
Wie kann man die eigene künstlerische Arbeit und das Engagement von Freunden, Mitstreitern und gleich Gesinnten präsentieren? Wie kann man die schwierigen finanziellen Grundlagen und den hohen künstlerischen Anspruch artikulieren?

Gemeinsam mit Freunden und Mitstreitern stellen Wolfgang Wache und Yana Arlt, am Aktionstag, die Frage nach dem „Wert der Kreativität“.

Samstag, 19. Mai 2012
Räume des Nachwuchs-Literatur-Zentrums „Ich schreibe!“
und Wiese mit kleiner Open Air Bühne vor dem Eingang
Rudolf-Breitscheid-Straße 17 / 01968 Senftenberg
ab 14:00 bis 18:00 Uhr
ARMER POET
Ein Tag der offenen Tür im Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“
* Lesung Wolfgang Wache “Es zerreißt mich”
* Buchpremiere Alexander Kiensch “Fragen ohne Antwort”
* Lesung mit Puppenspiel für Erwachsene “Lieblingsautoren zu Gast bei Raz”
* Schreibatelier für Kinder
* Trommelwirbel mit der Gruppe “Ziegenfell”
u.v.m.
dazu gibt es Kaffee/ Tee und Kuchen

Zum Kalendereintrag geht es hier.

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Der rote Teppich ist ausgerollt für die 62. Berlinale

Vom 9. bis zum 19. Februar 2012 finden die 62. Internationalen Filmfestspiele in Berlin statt. Auch in diesem Jahr werden sich bei dem größten deutschen Kulturereignis der Filmindustrie ein Filmbegeistertes Publikum aus über 115 Ländern, mehr als 4000 Journalisten und rund 400 Firmen sowie circa 7000 Fachbesucher der Filmbranche treffen, um den internationalen Film eine gebührende Plattform zu bieten. Festivaldirektor und Intendant der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Dieter Kosslick, gibt im heutigen Kurzinterview fernab vom roten Teppich einen Einblick hinter die Kulissen der Berlinale.

kulturstimmen: Wie begreift sich die Berlinale im 62. Jahr des eigenen Bestehens selbst?

Dieter Kosslick: Wir sind eines der weltweit größten internationalen Publikumsfestivals und unser Publikum liegt uns sehr am Herzen. Die Berlinale ist eine großartige Plattform für den Film – auch für die Filmindustrie und die Medien. In diesem Jahr werden sowohl politische als auch persönliche Umbrüche aus Sicht der Betroffenen eine Rolle spielen, zum Beispiel Themen wie Migration oder der Arabische Frühling spiegeln sich im Programm. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

transmediale 2012: ein in/kompatibles Wesen?

© The Experience of Fliehkraft (2011) by Till Nowak

Die transmediale, das Festival für Medienkunst und digitale Kultur, feiert ihr 25-jähriges Jubiläum zum Thema In/Kompatibilität. Vom 31. Januar bis zum 5. Februar 2012 werden die produktiven und destruktiven Seiten vom In/Kompatibilität – einem fundamentalen Zustand der Kulturproduktion in Krisenzeiten – im Haus der Kulturen der Welt in Berlin vielfältig erforscht. Im heutigen Kurzinterview gibt uns Kristoffer Gansing, neuer künstlerischer Leiter der transmediale, einen Einblick in die 25. Ausgabe des Festivals.

kulturstimmen: Wie begreift sich die transmediale selbst in ihrem 25. Jahr des Bestehens?

Kristoffer Gansing: Die transmediale 2012 begreift sich selbst als inkompatibel mit ihrem eigenen 25. Festivaljubiläum. Als Festival für digitale Kunst und Kultur befindet sie sich in einem ständigen Wandel und ist immer auf der Suche nach neuen Positionen aus den Bereichen Kunst, Gesellschaft und Technologie. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Die Religion, die Kultur und die Politik Überlegungen zu einer aktuellen Debatte

Von Max Fuchs

Dieter Schütz pixelio.de

Die „Rückkehr der Götter“ war vor einigen Jahren der Titel einer schönen Ausstellung in Berlin zur antiken Mythologie. Gott oder vielmehr Götter kommen aber nicht nur im Museum, sondern offenbar auch in der Gesellschaft verstärkt zurück. Zumindest scheint es ein neu erwachtes Interesse an der Religion und am Glauben generell zu geben.

Das überrascht, denn man hat sich schon fast daran gewöhnt, dass die moderne Gesellschaft eine säkulare Gesellschaft ist. Immerhin hat Max Weber davon gesprochen, dass ein wesentliches Kennzeichen der Moderne die „Entzauberung“ ist, die Durchsetzung der Vernunft in allen Bereichen unseres Lebens, der endgültige Triumph der rationalen Wissenschaft nach einem jahrtausendelangen Kampf zwischen Glauben und Wissen. Doch sind Fragezeichen angebracht. Denn immerhin wird – wenngleich unter der extrem einengenden und verzerrenden Perspektive des Terrorismus – seit über zehn Jahren über die Rolle des Islam und seit kurzem auch über die Gewaltorientierung eines christlichen Fundamentalismus diskutiert. Auch wenn die Ausrichtung dieser Debatte stört: Immerhin ist auch dies ein Beleg für die anhaltende Relevanz der Religionen. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Kultur-Mensch: Corinna Belz

Auschnitt des Filmplakats zu Gerhard Richter Painting

Maler malen. Diese einfache Aussage beschreibt zugleich die Stärke und Schwäche bildender Künstler. Viele scheuen das Wort und insbesondere die Auskunft über ihr Werk. Corinna Belz gelang es mit ihrem Film „Gerhard Richter – Painting“ einen großen zeitgenössischen Maler, der sich Interviews zumeist verweigert, zu Wort zu bringen. weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | 1 Kommentar