
Veranstatltung ALTANA KULTURSTIFTUNG
Foto: Michael Habes

Veranstatltung ALTANA KULTURSTIFTUNG
Foto: Michael Habes

Im Mittelpunkt das Kinderbuchtages stehen das Interesse und die Freude von Kindern und Jugendlichen an Literatur und Büchern. Seit 1967 wird der Tag jährlich am 2. April gefeiert.
Lust am Lesen und am Vorgelesen bekommen haben auch viele jüngere Besucher unseres Aktionstages rund um den 21. Mai. Aus diesem Grund laden viele Bibliotheken zu Sonderveranstaltungen ein. In der Göttinger Stadtbibliothek heißt es „Kommt, wir lesen Euch vor!“. Kinder ab 4 Jahren werden zum Zuhören und Erzählen eingeladen.
Mehr Infos Göttinger Stadtbibliothek gibt es hier: http://kulturstimmen.de/kalender/kommt-wir-lesen-euch-vor-1/
Mehr Infos zu Literatur am Aktionstag hier: http://kulturstimmen.de/kalender/

Alexandra Saldow (Prinzessin) und Florian Lenz (Hans) Foto: Göran Gnaudschun
Am 13. Dezember 2012 zeigt das Hans-Otto-Theater in Potsdam das Weihnachtsmärchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Im Kurzinterview der Woche berichtet Manuela Gerlach, Theaterpädagogin und Leiterin des Jugendclubs HOT, über dieses außergewöhnliche Theaterprojekt. weiterlesen
Unsere Gesellschaft braucht mehr Selbstvertrauen
Stefanie Ernst im Gespräch mit Hans Eike von Oppeln-Bronikowski
Im Februar 2007 gründete Rechtsanwalt Hans Eike von Oppeln-Bronikowski zusammen mit anderen Stiftern die Ruck-Stiftung des Aufbruchs in Berlin. Bürgerliches Engagement, eine Gesellschaft der Selbstverantwortung und Solidarität bilden ihr Fundament.
Sehr geehrter Herr von Oppeln-Bronikowski, welcher Ruck soll durch Deutschland gehen?
Roman Herzog forderte in seiner berühmten Adlon-Rede aus dem Jahr 1997 »Durch Deutschland muss ein Ruck gehen«. weiterlesen

Urwaldlaute (Kundi) der Azande sowie verschiedene Messer der Völker Zentralafrikas der Bwaka, Ngombe, Azande, Yakoma und Mangbetu
Im heutigen Kurzinterview spricht Gregor Wensing, Kulturreferent des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V., über die Hintergründe und Ziele des Vereins und gibt einen Einblick in dessen Arbeit.
kulturstimmen.de: Was ist das Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. und wann wurde es gegründet?
Gregor Wensing: Das Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. wurde 1967 gegründet. Es stellt die nationale Dachorganisation für alle Bürger in Deutschland dar, die sich seriös mit der Technik und der Geschichte von Waffen befassen möchten. weiterlesen

Moschee in Wilmersdorf, Foto: Wikimedia Commons
Kunst und Religion gehen seit Jahrtausenden eine enge Symbiose ein. Im christlichen Kontext ist dies in Deutschland unbestritten. Die Kunst und Kultur des Islams und der in Deutschland lebenden Muslime sind bislang jedoch wenig reflektiert worden.
Die Schwerpunktsetzung des diesjährigen Tags der offenen Moschee ist hervorragend gewählt. Kunst und Kultur sind Grundlagen unserer Gesellschaft. Der islamisch geprägten Kunst und Kultur in Deutschland wird allerdings viel zu wenig Beachtung geschenkt. Ich freue mich, dass die Moscheen am 3. Oktober ihre Türen öffnen und durch Führungen, Ausstellungen und Gespräche besonders den Nicht-Muslimen in Deutschland die Kunst und Kultur des Islams näher bringen.
Jens-Robert Schulz; pixelio.de
Schwindendes Bildungsbürgertum als Chance für Abkehr von kunstreligiöser Ideologie
Von Max Fuchs
Deutschlands Weg in die kulturelle, soziale und politische Moderne hatte einige Stolpersteine. Während es im Bereich der ökonomischen Modernisierung gelang, sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchaus forciert durch die erheblichen Reparationszahlungen Frankreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1872 – einen Platz unter den führenden Nationen weltweit zu erkämpfen (»Gründerzeit«), blieb in den Feldern des Kulturellen, des Sozialen und vor allem des Politischen die Modernisierung erheblich zurück: Das politisch chronisch erfolglose Bürgertum hatte bei keiner der Revolutionen und Reformen einen anderen westlichen Nationen vergleichbaren Platz an der Macht erobern können. Das Wilhelminische Kaiserreich bietet daher eine eigenartige Mischung von fortschrittlicher Wissenschaft und einem Bürgertum, dessen höchste Auszeichnung die Verleihung eines Adelstitels war. Der konservative Historiker Thomas Nipperdey versuchte zwar, dem Eindruck einer auf der ganzen Linie rückständigen Gesellschaft entgegenzuwirken, indem er darauf hinwies, sie sei eine dynamische Leistungsgesellschaft, geprägt von kultureller Liberalität, regional ausdifferenziert, politisch-kritisch mit einer Vielzahl von Reformbewegungen (Nachdenken, 1991, S. 212 ff.). Doch verwenden kulturgeschichtliche Darstellungen (zum Beispiel Glaser: Kultur, 1984, S. 7 ff.) andere Kategorien: Verwirrung aufgrund von Sinnverlust; Verängstigung angesichts des Verlustes religiöser Gewissheit; Verlust der Geborgenheit angesichts des Fortschritts. Verlusterfahrung scheint eine zutreffende Signatur des Zeitalters zu sein. weiterlesen

Mainzer Literaturfestival
In der nächsten Woche ist es soweit: Vom 11. bis zum 13. Mai es ist wieder Zeit für das Mainzer Literaturfestival. In ungezwungener Atmosphäre werden Publikum, Autoren, Verleger und andere Kulturschaffende zusammengebracht. Statt ganz großer Namen setzt man in Mainz auf das Kredenzen von Geheimtipps. In der Eigendarstellung sprechen die Macher von dem Mainzer Literaturfestival als „einem kulturellen Beitrag und [einer] Liebeserklärung an Literatur, Kultur und Mainz.“. Was hinter dieser Liebeserklärung steckt, fragte kulturstimmen die Geschäftsführerin des gONZoverlags und Leiterin des Festivals, Miriam Spies.
kulturstimmen: Wie und warum entstand das Mainzer Literaturfestival?
Miriam Spies: Die Idee zu diesem Festival entstand 2009, d.h., eigentlich Ende 2008.
Damals gab es seit einem guten Jahr den gONZoverlag, der so klein war, dass er nicht mehr als ein bis zwei Bücher pro Jahr rausbringen konnte. Es gab aber bedeutend mehr interessante Autoren. So entstand die Idee, diese Autoren nicht in einer Anthologie, sondern auf einem Festival zu präsentieren. Zudem findet in Mainz alle zwei Jahre die Mainzer Minipressen-Messe statt. Ich dachte, das könne man Leipzig liestmäßig
verweben: die Messe und ein Literaturfestival. Und der schnödeste Grund von
allen war: Mainz hatte zu dieser Zeit kein Literaturfestival. Und besser als über ein nicht vorhandenes Festival zu klagen ist es bekanntlich, einfach eins aus dem Boden zu stampfen.
kulturstimmen: Das Mainzer Literaturfestival grenzt sich vom Mainstream ab. Wo kann man es verorten?
Miriam Spies: Wie der komplette gONZoverlag sich stark an die amerikanische Beatbewegung der 60er Jahre anlehnt, ist auch das Festival atmosphärisch dort angesiedelt. Aber im Grunde ist es ein Sammelbecken für Künstler aller Subkulturen. weiterlesen

Zwei leere Blätter; Foto: Yana Arlt
Es geht doch. Wie lange noch. Es geht doch. Sie beweisen es tagtäglich. Man lebt eben von Hartz IV, von gelegentlichen Honoraren, oder von irgendwelchen Almosen. Dafür ist man dann im Bereich der kulturellen Bildungsarbeit tätig. Es geht doch. Oder doch nicht?
Wolfgang Wache und Yana Arlt kennen die Standardtexte für abgelehnte Fördermittelanträge. Wie bereits schon im vorigen Jahr werden die beiden Autoren auch in diesem Jahr an dem Aktionstag „Kultur gut stärken“ teilnehmen.
Wie kann man die eigene künstlerische Arbeit und das Engagement von Freunden, Mitstreitern und gleich Gesinnten präsentieren? Wie kann man die schwierigen finanziellen Grundlagen und den hohen künstlerischen Anspruch artikulieren?
Gemeinsam mit Freunden und Mitstreitern stellen Wolfgang Wache und Yana Arlt, am Aktionstag, die Frage nach dem „Wert der Kreativität“.
Samstag, 19. Mai 2012
Räume des Nachwuchs-Literatur-Zentrums „Ich schreibe!“
und Wiese mit kleiner Open Air Bühne vor dem Eingang
Rudolf-Breitscheid-Straße 17 / 01968 Senftenberg
ab 14:00 bis 18:00 Uhr
ARMER POET
Ein Tag der offenen Tür im Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“
* Lesung Wolfgang Wache “Es zerreißt mich”
* Buchpremiere Alexander Kiensch “Fragen ohne Antwort”
* Lesung mit Puppenspiel für Erwachsene “Lieblingsautoren zu Gast bei Raz”
* Schreibatelier für Kinder
* Trommelwirbel mit der Gruppe “Ziegenfell”
u.v.m.
dazu gibt es Kaffee/ Tee und Kuchen
Zum Kalendereintrag geht es hier.

Das neue Buch des Deutschen Auswandererhauses
Mit dem Buch „Fluchgeschichten. Aus und nach Deutschland. Biografien und Hintergründe 1933-2011“ stellt das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven die Ergebnisse eines dreijährigen Forschungsprojektes vor. Zahlreiche Interviews, Begleittexte zur internationalen Flüchtlingsthematik und ausgewählte Biografien liefern interessante Antworten mit universalgeschichtlichem Ansatz. Im heutigen Kurzinterview gibt uns die Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, Karin Heß, einen vertieften Einblick in das Buch sowie das Schaffen des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven.
kulturstimmen: Was genau ist und macht das Deutsche Auswandererhaus?
Karin Heß: Als das Deutsche Auswandererhaus im Jahr 2005 eröffnet wurde, war es das erste Museum in Deutschland, das sich der europäischen Auswanderungsgeschichte widmete. weiterlesen