Blog-Archiv

Kulturmonitoring • Von Wolfgang Bogner

Screenshot der Auswertungen

Für viele Regionen haben Kultureinrichtungen eine große Bedeutung – nicht nur für das Selbstverständnis und die Identifikation der eigenen Bevölkerung, sondern auch für den Tourismus. Dies gilt vor allem für die Großstädte.

Auch aus diesem Grund wird viel (öffentliches) Geld in diese Institutionen investiert. Doch wird dieses Geld auch richtig investiert? Um dies zu beurteilen, muss man die Strukturen der Kulturbesucher und deren Wünsche und Bewertungen des Angebotes kennen. Dies ist nicht immer der Fall: Solche Erhebungen werden entweder überhaupt nicht oder von den Institutionen (die das Geld bekommen) selbst durchgeführt. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Heute würde Luther twittern

Lutherstube

Reformation und Neue Medien • Von Johannes Süßmann

Auf den ersten Blick erscheinen Luthers Äußerungen als Inbegriff von Authentizität. Wenn jemand „amore et studio elucidande veritatis“ spricht, „aus Liebe zur Wahrheit und dem Eifer, sie erscheinen zu lassen“ (so die ersten Worte der 95 Thesen von 1517), dann verpflichtet er sich selbstlos auf höhere Werte. Wenn er seine Ausführungen mit „Jesus“ beginnt und mit „Amen“ beendet, (so in „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ von 1520), dann adressiert er den Allerhöchsten mit, vor dem nichts verborgen bleibt. Und wenn jemand unter Lebensgefahr sagt, er könne nicht gegen sein Gewissen sprechen, „Gott helfe mir, Amen!“ (so in dem Bericht über das Verhör vor dem Wormser Reichstag 1521), dann ist dies existenziell beglaubigt. Jeder Hintergedanke wird durch solche Rahmungen ausgeschlossen. Als unmittelbare Bekenntnisrede kommt Luthers Sprache uns entgegen. So hat sie im Deutschen stilprägend gewirkt. weiterlesen

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Kulturelle Menschenrechte in Deutschland – Umsetzung und Kontrolle • Von Max Fuchs

Eine-Welt-Skulptur mit Spiegelbild am UN-Gebäude in New York

Die Vereinten Nationen werden in der öffentlichen Meinung in erster Linie mit Blauhelmen und dem Sicherheitsrat in Verbindung gebracht. Dort werden die Entscheidungen getroffen, wo militärisch interveniert wird, gegen welchen Diktator Sanktionen ausgesprochen werden oder wo man es dann doch besser der Nato überlässt.

Gelegentlich rücken aber auch andere Organe, Personen oder Unterorganisationen in den Mittelpunkt des Interesses. Wenn etwa ein Deutscher (wie Klaus Töpfer) erfolgreich einige Jahre von Kenia aus ein wichtiges UN-Programm geleitet hat, wenn ein deutsches Staatsoberhaupt vor der Vollversammlung sprechen darf – oder wenn ein Sonderbotschafter Deutschland besucht. weiterlesen

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