
Veranstatltung ALTANA KULTURSTIFTUNG
Foto: Michael Habes

Veranstatltung ALTANA KULTURSTIFTUNG
Foto: Michael Habes

Alexandra Saldow (Prinzessin) und Florian Lenz (Hans) Foto: Göran Gnaudschun
Am 13. Dezember 2012 zeigt das Hans-Otto-Theater in Potsdam das Weihnachtsmärchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Im Kurzinterview der Woche berichtet Manuela Gerlach, Theaterpädagogin und Leiterin des Jugendclubs HOT, über dieses außergewöhnliche Theaterprojekt. weiterlesen
Unsere Gesellschaft braucht mehr Selbstvertrauen
Stefanie Ernst im Gespräch mit Hans Eike von Oppeln-Bronikowski
Im Februar 2007 gründete Rechtsanwalt Hans Eike von Oppeln-Bronikowski zusammen mit anderen Stiftern die Ruck-Stiftung des Aufbruchs in Berlin. Bürgerliches Engagement, eine Gesellschaft der Selbstverantwortung und Solidarität bilden ihr Fundament.
Sehr geehrter Herr von Oppeln-Bronikowski, welcher Ruck soll durch Deutschland gehen?
Roman Herzog forderte in seiner berühmten Adlon-Rede aus dem Jahr 1997 »Durch Deutschland muss ein Ruck gehen«. weiterlesen

Moschee in Wilmersdorf, Foto: Wikimedia Commons
Kunst und Religion gehen seit Jahrtausenden eine enge Symbiose ein. Im christlichen Kontext ist dies in Deutschland unbestritten. Die Kunst und Kultur des Islams und der in Deutschland lebenden Muslime sind bislang jedoch wenig reflektiert worden.
Die Schwerpunktsetzung des diesjährigen Tags der offenen Moschee ist hervorragend gewählt. Kunst und Kultur sind Grundlagen unserer Gesellschaft. Der islamisch geprägten Kunst und Kultur in Deutschland wird allerdings viel zu wenig Beachtung geschenkt. Ich freue mich, dass die Moscheen am 3. Oktober ihre Türen öffnen und durch Führungen, Ausstellungen und Gespräche besonders den Nicht-Muslimen in Deutschland die Kunst und Kultur des Islams näher bringen.
Jens-Robert Schulz; pixelio.de
Schwindendes Bildungsbürgertum als Chance für Abkehr von kunstreligiöser Ideologie
Von Max Fuchs
Deutschlands Weg in die kulturelle, soziale und politische Moderne hatte einige Stolpersteine. Während es im Bereich der ökonomischen Modernisierung gelang, sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchaus forciert durch die erheblichen Reparationszahlungen Frankreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1872 – einen Platz unter den führenden Nationen weltweit zu erkämpfen (»Gründerzeit«), blieb in den Feldern des Kulturellen, des Sozialen und vor allem des Politischen die Modernisierung erheblich zurück: Das politisch chronisch erfolglose Bürgertum hatte bei keiner der Revolutionen und Reformen einen anderen westlichen Nationen vergleichbaren Platz an der Macht erobern können. Das Wilhelminische Kaiserreich bietet daher eine eigenartige Mischung von fortschrittlicher Wissenschaft und einem Bürgertum, dessen höchste Auszeichnung die Verleihung eines Adelstitels war. Der konservative Historiker Thomas Nipperdey versuchte zwar, dem Eindruck einer auf der ganzen Linie rückständigen Gesellschaft entgegenzuwirken, indem er darauf hinwies, sie sei eine dynamische Leistungsgesellschaft, geprägt von kultureller Liberalität, regional ausdifferenziert, politisch-kritisch mit einer Vielzahl von Reformbewegungen (Nachdenken, 1991, S. 212 ff.). Doch verwenden kulturgeschichtliche Darstellungen (zum Beispiel Glaser: Kultur, 1984, S. 7 ff.) andere Kategorien: Verwirrung aufgrund von Sinnverlust; Verängstigung angesichts des Verlustes religiöser Gewissheit; Verlust der Geborgenheit angesichts des Fortschritts. Verlusterfahrung scheint eine zutreffende Signatur des Zeitalters zu sein. weiterlesen

Zwei leere Blätter; Foto: Yana Arlt
Es geht doch. Wie lange noch. Es geht doch. Sie beweisen es tagtäglich. Man lebt eben von Hartz IV, von gelegentlichen Honoraren, oder von irgendwelchen Almosen. Dafür ist man dann im Bereich der kulturellen Bildungsarbeit tätig. Es geht doch. Oder doch nicht?
Wolfgang Wache und Yana Arlt kennen die Standardtexte für abgelehnte Fördermittelanträge. Wie bereits schon im vorigen Jahr werden die beiden Autoren auch in diesem Jahr an dem Aktionstag „Kultur gut stärken“ teilnehmen.
Wie kann man die eigene künstlerische Arbeit und das Engagement von Freunden, Mitstreitern und gleich Gesinnten präsentieren? Wie kann man die schwierigen finanziellen Grundlagen und den hohen künstlerischen Anspruch artikulieren?
Gemeinsam mit Freunden und Mitstreitern stellen Wolfgang Wache und Yana Arlt, am Aktionstag, die Frage nach dem „Wert der Kreativität“.
Samstag, 19. Mai 2012
Räume des Nachwuchs-Literatur-Zentrums „Ich schreibe!“
und Wiese mit kleiner Open Air Bühne vor dem Eingang
Rudolf-Breitscheid-Straße 17 / 01968 Senftenberg
ab 14:00 bis 18:00 Uhr
ARMER POET
Ein Tag der offenen Tür im Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“
* Lesung Wolfgang Wache “Es zerreißt mich”
* Buchpremiere Alexander Kiensch “Fragen ohne Antwort”
* Lesung mit Puppenspiel für Erwachsene “Lieblingsautoren zu Gast bei Raz”
* Schreibatelier für Kinder
* Trommelwirbel mit der Gruppe “Ziegenfell”
u.v.m.
dazu gibt es Kaffee/ Tee und Kuchen
Zum Kalendereintrag geht es hier.

Ausschnitt links R.Schürmeyer rechts A.K.Altwein
Prävention oder La Fleur du Mal
Gibt es ein entwickeltes Unrechtsbewusstsein?
Was ist Unrecht?
Besteht darüber schon Konsens oder
entwickelt sich ein Unrechtsbewusstesein
erst im Dissens?
Ist das regional, religiös, kulturell, national abhängig?
Ist Dissens ein Mittel von Kunst?
Ab 13.00 Uhr Ateliergespräch gemeinsam mit der BlauArtGruppe der PI Neubrandenburg
Hierzu werden Arbeiten der Künstlerinnen Anne-Katrin Altwein und Renate U. Schürmeyer vorgestellt
21. Mai 2012
ab 13.00 Uhr geöffnet
Atelier
Eichenallee 33
17153 Ivenack
an@anne-katrin-altwein.de
www.anne-katrin-altwein.de
www.renate-schuermeyer.de
Landestheater Altenburg - Gera: Foto: Lutz Stallknecht_pixelio.de
DOV-Appell aus Anlass des Welttheatertages am 27. März 2012
Schwerin-Berlin Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) fordert aus Anlass des Welttheatertages am 27. März ein öffentliches Bekenntnis der Politik zu den Staats- und Stadttheatern in Deutschland. Aktueller Hintergrund ist die seit Monaten schwelende Debatte um die immer wieder drohende Insolvenz und massive Verkleinerung des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. Aber auch an anderen Standorten sind gegenwärtig Theater und Orchester akut gefährdet, z.B. in Altenburg-Gera oder Zittau. weiterlesen

Kulturwerk des bbk berlin: Künstlerarbeitsplätze in der Bildhauerwerkstatt
Der Berufsverband Bildender Künstler Berlin (bbk berlin) veröffentlicht erschreckende Zahlen: Über 700 Ateliers für professionelle Bildende Künstlerinnen und Künstler sind in den letzten Jahren verloren gegangen. Seit 2007 verdoppelt sich die Zahl der Atelierverluste jährlich. Gründe sind unter anderen horrende Mieten oder die Umwandlung der Arbeitsflächen in luxuriöse Lofts. Quo vadis Kunstmetropole Berlin? Im heutigen Kurzinterview gibt Bernhard Kotowski, Geschäftsführer des Kulturwerks des bbk berlin, eine Einschätzung der kritischen Situation.
kulturstimmen: Wie schätzen Sie die momentane Atelierssituation für Bildende Künstlerinnen und Künstler in Berlin ein?
Bernhard Kotowski: Sie ist schwierig. Die Hälfte aller Immobiliengeschäfte in Deutschland werden in Berlin abgewickelt; die Folgen sind Verwertungs- und Verdrängungsdruck. weiterlesen
!SING – DAY OF SONG verband im Kulturhauptstadtjahr 2010 für ein Wochenende die gesamte Metropole Ruhr durch Gesang. 2011 wurde die Idee des gemeinsamen Singens bereits eigeninitiativ in einigen Städten wiederholt. Am 2. Juni 2012 wird es eine Neuauflage von !SING – DAY OF SONG geben unter der Trägerschaft der Ruhr Tourismus GmbH. Im heutigen Kurzinterview stellt Pressereferentin Hella Sinnhuber !SING – DAY OF SONG vor.
kulturstimmen: Was genau ist !SING – DAY OF SONG?
Hella Sinnhuber: !SING – DAY OF SONG war ein Großprojekt der Kulturhauptstadt 2010. Alle waren eingeladen, mitzusingen. Alle Kulturen und Generationen, Profis und Amateure, kurz: ein wunderbares Angebot zur aktiven kulturellen Teilhabe. Es wurde von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gesungen auf Plätzen, in Bussen, auf Schiffen, in sozialen Einrichtungen, etc. Über 25.000 Sängerinnen und Sänger beteiligten sich im Rahmen von rund 600 Auftritten an vier Tagen in 49 Städten. Die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender unterstützten das Gesangfestival landesweit und übertrugen im Hörfunk am !SING – DAY OF SONG ein gemeinsames Sing-Signal um 12.10 Uhr nach dem Leuten der Kirchturmglocken. Unzählbar viele Menschen haben mitgesungen.
2012 gibt es eine Neuauflage, die noch mutiger wird und auch „Noch-nicht-Sänger“ mit einbezieht. Singen kann jeder, es kostet nichts mitzumachen und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wieder sind alle eingeladen mitzusingen, ob weltliche, kirchliche, professionelle Institutionen oder noch gar nicht organisierte Einzelsänger und Ensembles. weiterlesen