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Berliner Musikschullehrer schlagen Alarm

Musikmesse Frankfurt (C) DKR

Anlass des Protestes sind die den Lehrkräften angebotenen neuen Honorarverträge, die die bereits jetzt prekäre Situation der meisten freiberuflichen Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer verschärfen und die hohe Qualität des Unterrichts gefährden werden (ver.di). Der Senat lässt den Musikschulhonorarlehrkräften nur die Wahl zwischen dem Unterzeichnen der neuen Verträge, die u.a. mit der Einführung von Einzelstundenabrechnungen und dadurch resultierend bis zu 3,5% Honorareinbußen durch Feiertage einhergehen, und der Kündigung zum 30.09.

Hier die zentralen Forderungen aus der Petition:

1. Eine unverzügliche Überarbeitung und Nachbesserung der Ausführungsvorschriften des Berliner Senats vom 01.08.2012 und des Rahmenhonorarvertragsentwurfes für die Freien Mitarbeiter der bezirklichen Berliner Musikschulen, der ab dem 01.08.2013 gelten soll. Insbesondere die sofortige jährliche Anpassung der Honorare an tarifliche Entgelterhöhungen für die Angestellten des Landes Berlin.

2. Sofortige Aufnahme von Verhandlungen des Berliner Senats mit einem kompetenten Gremium aus Vertretern der Honorarkräfte der Musikschulen, der Musikschulleitungen, der Gewerkschaft ver.di und der Rentenkasse zur Ausarbeitung neuer Verträge und mittelfristig die Aufnahme von Tarifverhandlungen.

3. Deutlich höhere Bezahlung des Kursunterrichts, für den die Lehrer sehr viel mehr Vorbereitungszeit benötigen als für den Einzelunterricht.

4. Höhere Honorare für die im Vertrag erwähnten Prüfungen und sonstigen Tätigkeiten. Die jetzigen Honorare zwischen 7,16 – 10,33 € sind unzureichend.

5. Die Einführung von Mutterschutz, genügender Krankensicherung und ausreichendem Kündigungsschutz.

6. Mittelfristig die Erstellung eines Stufenplanes zur Einrichtung fester Stellen und dadurch die Abkehr vom Übermaß der freien Mitarbeit an Berliner Musikschulen. Tarifverträge für die Freien Mitarbeiter.

Bis zum 04.06.2013 ist die Online-Petition aktiv. Aktuell (Stand heute) unterstützen über 12.000 Menschen das Anliegen.

Zur Petition gelangen Sie unter: https://www.openpetition.de/petition/online/diese-vertraege-fuer-die-nicht-festangestellten-musikschullehrer-berlins-wollen-wir-nicht

 

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Neues Präsidium des Kulturrates stärkt Kultur

Ks neuer Vorstand 2013

Der neue Präsident des Deutschen Kulturrates Christian Höppner mit Vizepräsidentin Regine Möbius und Vezipräsident Andreas Kämpf

Der Cellist und Generalsekretär des Deutschen Musikrates, Christian Höppner, ist neuer Präsident des Deutschen Kulturrates. Die Vizepräsidentschaft übernehmen die Schriftstellerin Regine Möbius und Andreas Kämpf, Leiter des Kulturzentrums in Singen und Vertreter der Bundesvereinigung Soziokultur.

In ihrer dreijährigen Amtszeit werden sie „Kultur gut stärken“.

 

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Freitags-Service: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Bildung

Drucksache 17/8732
Erfahrungen und Erkenntnisse bei der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes
-Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion der SPD-

„Im Jahr 2011 wurden die rechtlichen Grundlagen für die Gewährung von Leistungen für Bildung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Sozialhilfe-Analogleistungen nach § 2 des Asylbewerberleistungsgesetzes beziehen, gesetzlich verankert. Diese Leistungen umfassen Aufwendungen für Schulausflüge, mehrtägige Klassenfahrten, Ausstattung mit persönlichem Schul- bedarf, Schülerbeförderung, Lernförderung, Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung und Bedarfe zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft. […]“ Weiter weiterlesen

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Bildung

Drucksache 17/8765 (29.02.2012)
Bildungsarmut durch Alphabetisierung und Grundbildung entgegenwirken
-Antrag der Abgeordneten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-

„I. Der Deutsche Bundestag stellt fest:
Bildungsarmut wird hierzulande stärker als in anderen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vererbt. Unser Bildungssystem ist bei weitem noch nicht in der Lage, dies zu durch- brechen. Analphabetismus und mangelnde Grundbildung sind Formen von Bildungsarmut, die die betroffenen Menschen massiv in ihren sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Teilhabemöglichkeiten einschränken. Gleichzeitig entstehen massive volkswirtschaftliche Schäden etwa durch Fachkräftemangel, die Abhängigkeit von Transferleistungen und eine damit verbundene Vertiefung der sozialen Spaltung. Es ist deshalb im gesamtstaatlichen Interesse, Bildungsarmut durch eine Verbesserung von Alphabetisierung und Grundbildung in allen Generationen zu begegnen. […]“ Weiter weiterlesen

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Debatte zum reduzierten Mehrwertsteuersatz: 7 statt 19

Der Streit zum reduzierten Mehrwertsteuersatz ist in vollem Gange. Die EU-Kommission fordert Deutschland auf, den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 % auf bildende Kunst abzuschaffen. Künstler, Künstlervertreter und namhafte Politiker setzen sich für den Erhalt des reduzierten Mehrwertsteuersatz ein. Dessen Abschaffung, so die Argumentation, hätte massive negative Auswirkungen auf den deutschen Kunstmarkt. Der Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler hat eine eigene Facebook-Seite zum Thema konzipiert.

Mitdiskutieren unter: http://www.facebook.com/7statt19

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Bürgerschaftliches Engagement

Drucksache 17/7740 (16.11.2011)
Förderung der Integrationsarbeit von Migrantenselbstorganisationen
-Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Drucksache 17/7564 –
„Lange Jahre war die Förderung der Integrationsarbeit von Migrantenselbstorganisationen (MSO) durch den Bund lediglich Stückwerk. Der Mitteleinsatz war gering und die Projektförderung verfolgte kein erkennbares strategisches Konzept. […]“ Weiter weiterlesen

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Heiter bis wolkig: Stimmungsbild der Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg

Standortmagnet "Kultur": Museumsinsel Berlin

Der Kultur- und Kreativwirtschaftsindex Berlin-Brandenburg 2011 (KKI) liegt vor. Erstmals erstellt, soll der Ergebnisbericht Auskunft über die wirtschaftliche Stimmung und die Standortbewertung geben. Insgesamt beteiligten sich 1.196 Akteure an der Befragung. Sie stammen aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien und Kreativwirtschaft in Berlin-Brandenburg. Abgedeckt wurden sowohl Unternehmen wie auch Selbständige/Freiberufler.

Insgesamt wurden Akteure folgender 14 Teilmärkte befragt:
1. Architektur
2. Buchmarkt
3. Pressemarkt
4. Rundfunk
5. Filmwirtschaft
6. Musikwirtschaft
7. Kunstmarkt
8. Markt für darstellende Künste
9. Mode
10. Designwirtschaft
11. Games
12. Software / Multimedia + Telekommunikation
13. Werbung / PR / Marktforschung

Als absoluten Standortvorteil der Großregion nannten 88% der Befragten die Dichte und Vielfalt des kulturellen Angebots. Als größte Mankos für den Standort Berlin-Brandenburg galten das als schlecht bis sehr schlecht beurteilte Engagement der Banken für die Kultur- und Kreativwirtschaft (41%) sowie die mangelnde Unterstützung der Arbeit durch die öffentliche Verwaltung (38%). weiterlesen

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Die Grünen begehen riesigen Fehler: Kunst- und Kulturschaffende sollen geopfert werden

Grüne Netzpolitik in der Kritik

Deutscher Kulturrat fordert Umdenken in Urheberrechtsfragen bei Bündnis 90/Die Grünen

Berlin, den 25.11.2011. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ruft die Delegierten der Bundesdeligiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen zum Umdenken in ihrer zukünftigen Urheberrechtspolitik auf. An diesem Wochenende wird auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen über den Leitantrag zur Netzpolitik diskutiert. Aus Sicht des Kulturbereichs sind die Passagen zum Urheberrecht größtenteils unhaltbar und sollten dringend überarbeitet werden. weiterlesen

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Freitags-Service: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

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Diese Woche: Onlinespiele und Verbraucherschutz, Barrierefreiheit und Film, Rentendialog und Transparenz, Durchlässigkeit des Bildungssystems und Daseinsvorsorge weiterlesen

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Kultur gehört in die Mitte der Gesellschaft • Interview mit Ministerin Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg regiert nach 58 Jahren einmal nicht die CDU. Das bedeutet auch für die Kulturpolitik einen Einschnitt. politik und kultur fragte die neue grüne Kulturministerin nach ihren Vorhaben.

Inhaltlich dominieren momentan verkehrspolitische und atompolitische Themen die Landespolitik in Baden-Württemberg. Wie wollen Sie für kulturpolitische Belange begeistern?
Theresia Bauer: Wenn wir mehr Menschen für die Kultur begeistern, steigt auch das Interesse an der Kulturpolitik. Wir legen großen Wert darauf, die Teilhabe an den kulturellen Angeboten zu steigern. Kultur ist ein zentrales Thema, das alle angeht; das werden wir verdeutlichen. Unsere Kulturpolitik werden wir im Dialog entwickeln und umsetzen – mit den Kunst- und Kulturschaffenden, mit den Kommunen und mit anderen Akteuren. weiterlesen

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