Juli 2012

Kulturelle Bildung: Bund stellt 230 Millionen Euro zur Verfügung

Bildungsministerin Annette Schavan stellt die Bündnisse für Bildung vor, Foto: DKR

Bewerbungsfrist zum Förderungsprogramm des Bundes zur Kulturellen Bildung endet
In fünf Tagen läuft die Bewerbungsfrist für das bislang größte Förderungsprogramm des Bundes zur Kulturellen Bildung ab. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert alle interessierten Verbände und Initiativen auf, sich jetzt unmittelbar zu bewerben.

 

Ziel des Programms “Kultur macht stark” ist die Förderung von außerschulischen Bildungs- und Kulturangeboten für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Dies können beispielsweise Projekte in Volkshochschulen, Bibliotheken, Chören, Musik- und Theatergruppen oder auch anderen Vereinen sein. Die Förderung der zu gründenden lokalen Bündnisse für Bildung erfolgt über bundesweite Verbände und Initiativen, die sich bis zum 31. Juli mit Konzepten um eine Beteiligung an dem Förderprogramm beim Bundesbildungsministerium (BMBF) bewerben können. weiterlesen
REDAKTION Stefanie Ernst | 2 Kommentare

Ermutigen, wachrütteln und sportlichen Ehrgeiz anfachen

Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Bereichsleiter Kunst und Kultur der ver.di Bundesgeschäftsführer des VS – Verband deutscher Schriftsteller in ver.di

Gabriele Schulz befragt Heinrich Bleicher-Nagelsmann zum Kulturrating von ver.di

Am 18. Mai dieses Jahres stellte ver.di ein Kulturrating vor. Politik & Kultur fragt nach den Beweggründen dieses Kulturratings und den möglichen Auswirkungen auf die Kulturfinanzierung. Herr Bleicher-Nagelsmann, passend zum Tag der kulturellen Vielfalt wurde das von ver.di in Auftrag gegebene Kulturrating veröffentlicht. Warum hat ver.di ein solches Kulturrating in Auftrag gegeben?

Heinrich Bleicher-Nagelsmann: Ausgangspunkt unserer Überlegungen waren die Aktivitäten der Rating-Agenturen seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008. Ihre Tätigkeit hat an Bedeutung gewonnen und wurde zu Recht Gegenstand kritischer öffentlicher Diskussionen. Dieser einseitigen ökonomischen Betrachtungsweise wollten wir als ver.di-Fachgruppe Kunst und Kultur etwas entgegen setzen. Wir wollen nicht verurteilen oder verdammen, sondern auf bedenkliche Entwicklungen aufmerksam machen. Bewusst haben wir als Veröffentlichungstag den Tag der kulturellen Vielfalt, den 21. Mai, gewählt, um deutlich zu machen, wie wichtig kulturelle Vielfalt für unser Gemeinwesen ist. Im vergangenen Jahr haben wir das “Notgeld Kultur” ausgegeben und in diesem Jahr mit dem “Kulturrating” ein Signal gesetzt.

In welcher Beziehung steht das “Kulturrating” zum Kulturfinanzbericht? Im Kulturfinanzbericht werden doch auch die Kulturausgaben der Kommunen ausgewiesen? weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

4. Bundesfachkongress Interkultur

DIVERCITY Realitäten_Konzepte_Visionen: 24. bis 26. Oktober 2012 in Hamburg

Zum vierten Mal in Folge findet vom 24. bis 26.10.2012 der Bundesfachkongress Interkultur statt. In diesem Jahr ist Hamburg der Austragungsort des im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Fachkongresses. DIVERCITY: Kulturelle Vielfalt ist in Deutschland längst Realität. Die Hafenstadt Hamburg ist als Tor zur Welt schon seit Jahrhunderten ein Zentrum für Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen. Mit seinen großen Stadtentwicklungsprojekten der Hafencity und der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg 2013 auf der Elbinsel Wilhelmsburg sowie vielen interkulturellen Initiativen ist die Stadt in Bewegung – und damit ein idealer Austragungsort für den vierten Bundesfachkongress Interkultur.

Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die aktuellen Realitäten und Herausforderungen unserer Gesellschaft. Ein Paradigmenwechsel scheint notwendig: weg von einer vorwiegend an Defiziten orientierten Integrationspolitik hin zur Erschließung von Potenzialen kultureller Vielfalt für unsere Gesellschaft. „Diversity Management“ und dessen vielschichtige Gestaltungsdimensionen stehen dafür im Zentrum der Diskussion. Die Kongressgäste erwarten interessante Vorträge und Fachforen sowie ein umfassendes Kulturprogramm.

Mit dabei u.a.: Navid Kermani, Naika Foroutan, Ruud Breteler, Victoria Walsh, Olad Aden, Olga Grjasnowa, Jagoda Marinic, Lena Gorelik u.v.m

Mehr Informationen und das ausführliche Programm hier.

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Die Last der langen Nase

Barbiepuppe, Schönheitideal mit Kopftuch

Neuer Trend zur Schönheitschirurgie im Iran

von Reinhard Baumgarten

Früher begann der Tag für Shima beim Blick in den Spiegel mit Zweifeln. Meine Nase, dachte sie gleich morgens, ist zu groß0 zu lang und irgendwie nicht richtig. Shima entschloss sich zu einer Nasenoperation. „Ich denke“, sagt die schlanke 24-Jährige, „die Operation ist zu einem ganz normalen Ereignis geworden und fast alle mochten das machen. Es ist ein Zeichen für den Wunsch nach Vollkommenheit.“ weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Die Gründung eines muslimischen Wohlfahrtverbands ist überfällig

Ein muslimischer Wohlfahrtsverband sollte den Anspruch haben, das gesamte Spektrum der Freien Wohlfahrtspflege abzudecken, also von der Jugendhilfe bis zu den Altersheimen...

Gabriele Schulz im Gespräch mit Aiman Mazyek

Politik & Kultur: Wenn man die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Verbände betrachtet, gibt es derzeit die weltlichen Verbände Arbeiterwohlfahrt, Der Paritätische Gesamtverband, das Deutsche Rote Kreuz sowie die religiös geprägten Verbände Deutscher Caritasverband, Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Sehen Sie den Bedarf nach einem muslimischen Wohlfahrtsverband?  
Aiman Mazyek:
Ich sehe dringenden Bedarf und habe dieses in der Vergangenheit bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht. Es gibt allerdings eine Reihe von Hindernissen, die aus dem Weg geräumt werden müssten.

Politik & Kultur: Sehen Sie den Bedarf, das gesamte Spektrum abzudecken von Kindergärten bis hin zu Altenheimen?  
Aiman Mazyek:
Ich denke, dass ein muslimischer Wohlfahrtsverband den Anspruch haben muss, das gesamte Spektrum der Freien Wohlfahrtspflege abzudecken, also die Jugendhilfe, den Unterhalt von Kindergärten, Altersheimen, Beratungsangebote usw. Ich erhoffe mir dadurch eine Stabilisierung und Verbesserung der ohnehin stattfindenden Arbeit in den muslimischen Gemeinden. Hier findet vieles auf rein ehrenamtlicher Basis statt. Eine Professionalisierung der muslimischen Arbeit in den genannten Feldern würde den Muslimen, aber auch der gesamten Gesellschaft zu Gute kommen. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar