Juni 2012

Muslimische Zivilgesellschaft – gibt es sie eigentlich?

Foto: JUMA

Von Olaf Zimmermann

Ob nun der Islam zu Deutschland gehört oder ob die Muslime zu Deutschland gehören, über diese nur auf den ersten Blick semantischen Verschiebungen findet in Deutschland im Kern eine Auseinandersetzung über die Grundlagen unseres Gemeinwesens statt. Spielt Religion in einem weitgehend säkularisierten Gemeinwesen überhaupt noch eine Rolle? Und wenn ja, welchen Stellenwert hat sie? Gibt es Religionen erster Klasse wie das Judentum und das Christentum, Religionen zweiter Klasse wie den Islam und dann die anderen? Und wenn ja, welche Bedeutung haben dann zivilgesellschaftliche Organisationen religiöser Prägung? Gibt es auch hier eine Rangfolge? weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Rock’n Roll und Rapper: die Jugend erforschen

Forschen und stöbern in der Bibliothek des Archivs der Jugendkulturen

Kennen wir „die Jugend“? Dieser Frage widmet sich das Archiv der Jugendkulturen in Berlin. In einer frei zugänglichen Bibliothek bietet es Bücher, Zeitschriften, Musik und Filme von und über junge Menschen; in Projekten, Ausstellungen und mit eigenen Publikationen widmet es sich gesondert jugendlichen Szenen und Themen. „Die Jugend“ umfasst eine bunte kulturelle Breite – Klaus Farin, Gründungsmitglied des Archivs der Jugendkulturen e.V., spricht im Kurzinterview über die Arbeit des Vereins.

Kulturstimmen: Warum wurde das Archiv der Jugendkulturen gegründet?
Klaus Farin: Weil sich sonst niemand nachhaltig mit Jugendkulturen forschend beschäftigte und es keinerlei Einrichtung gab, in der man sich zu diesem Thema auch anhand authentischer Quellen informieren konnte. weiterlesen

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Energie bitte! Am Wochenende wird Baukultur erlebbar

Foto: Ute Kluge

An diesem Wochenende (23. und 24.06.) findet bereits zum 18. Mal der bundesweite “Tag der Architektur” statt. In allen Bundesländern laden die Architektenkammern unter dem Motto “Energie” Interessierte ein. Das Kurzinterview der Woche mit Corinna Seide von der Bundesarchitektenkammer gibt einen Vorgeschmack auf alles Sehenswerte und Erlebbare des kommenden Wochenendes.

Kulturstimmen: Was bietet der “Tag der Architektur”?
Corinna Seide: Kurz gesagt: Bundesweit eine Vielzahl von Besichtigungsmöglichkeiten von guter von Architekten entworfener Baukultur. Geboten wird ein breites Spektrum an Bautypologien: Privathäuser, neue Miet- und Eigentumswohnungen, Gewerbeimmobilien, Schulen und Kitas, Einrichtungen für Senioren bis hin zu Gärten und Parks. Neben Alltagsarchitektur gibt es auch spektakuläre Neubauten, wie das “Dortmunder U” (Gerber Architekten) oder die Restaurierung und den Erweiterungsbau im Kloster St. Marienstern in Mühlberg/Elbe; (Onno Folkerts, Phillip Raum /Angelis & Partner Architekten, Herzberg) zu besichtigen. Für die Besucher ergibt sich der besondere Reiz am Tag der Architektur daraus, dass die meisten Objekte üblicherweise nicht zur Besichtigung geöffnet sind. Außerdem können sie neben vielfältigen Anregungen für eigene Planungs- und Baumaßnahmen auch im direkten Gespräch mit den Architekten Positionen diskutieren und Fragen erörtern. weiterlesen

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Freitags-Service: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle. Heute: Paradigmenwechsel in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik des Auswärtigen Amtes.

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

Drucksache 17/9839 (23.05.2012)
Große Anfrage der Abgeordneten der Fraktion der SPD
Paradigmenwechsel im Konzept zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik des Auswärtigen Amtes vom September 2011

“Im September 2011 hat das Auswärtige Amt ein neues Konzept zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) vorgestellt. Mit diesem Konzept zeichnet sich ein Paradigmenwechsel der grundlegenden Strategien der AKBP ab. Das Konzept des Auswärtigen Amts definiert AKBP explizit als „Cultural Diplo- macy“. In diesem Sinne wird die AKBP als ein Instrument der Interessenver- tretung in der deutschen Außenpolitik verstanden – im Dienst der Diplomatie. Entsprechend stellt das Konzept des Auswärtigen Amts fest, dass die konzep- tionelle Steuerung der AKBP dem Auswärtigen Amt obliegt. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ist aber nicht einseitig als Instrument zu verstehen, das den Einfluss Deutschlands in der Welt sichert und darauf abzielt, was Deutschland direkt nützt. Ihre Aufgabe ist vielmehr ein ergebnisoffener Austauschprozess. [...]” Weiter

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Die Kulturstiftung des Bundes feiert 10-jähriges Jubiläum!

Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes

Von Holprigkeiten, unerfüllten Träumen und neuen Akzenten

Gabriele Schulz im Gespräch mit Hortensia Völckers und Alexander Farenholtz zu zehn Jahren Kulturstiftung des Bundes

Bereits am 21. März dieses Jahres konnte die Kulturstiftung des Bundes ihren 10-jährigen Geburtstag feiern. Im Sommer findet in Halle/Saale ein offizielles Fest statt. Politik & Kultur blickt mit dem Stiftungsvorstand auf die letzten zehn Jahre zurück und wagt einen Blick nach vorne.

In diesem Juni feiert die Kulturstiftung des Bundes ihr zehnjähriges Bestehen. Wenn ich zurückblicke, ist mein Eindruck, dass der Start ein bisschen holprig verlief. Insbesondere bei den Verbänden, die sich im Vorfeld der Gründung sehr für die Stiftung eingesetzt hatten, spürte ich eine Zurückhaltung gegenüber der Arbeit. Würden Sie das ähnlich einschätzen oder haben Sie einen anderen Eindruck? weiterlesen

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Bildungsbürgertum, Künste und die Politik

Jens-Robert Schulz; pixelio.de

Schwindendes Bildungsbürgertum als Chance für Abkehr von kunstreligiöser Ideologie

Von Max Fuchs

Deutschlands Weg in die kulturelle, soziale und politische Moderne hatte einige Stolpersteine. Während es im Bereich der ökonomischen Modernisierung gelang, sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchaus forciert durch die erheblichen Reparationszahlungen Frankreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1872 – einen Platz unter den führenden Nationen weltweit zu erkämpfen (»Gründerzeit«), blieb in den Feldern des Kulturellen, des Sozialen und vor allem des Politischen die Modernisierung erheblich zurück: Das politisch chronisch erfolglose Bürgertum hatte bei keiner der Revolutionen und Reformen einen anderen westlichen Nationen vergleichbaren Platz an der Macht erobern können. Das Wilhelminische Kaiserreich bietet daher eine eigenartige Mischung von fortschrittlicher Wissenschaft und einem Bürgertum, dessen höchste Auszeichnung die Verleihung eines Adelstitels war. Der konservative Historiker Thomas Nipperdey versuchte zwar, dem Eindruck einer auf der ganzen Linie rückständigen Gesellschaft entgegenzuwirken, indem er darauf hinwies, sie sei eine dynamische Leistungsgesellschaft, geprägt von kultureller Liberalität, regional ausdifferenziert, politisch-kritisch mit einer Vielzahl von Reformbewegungen (Nachdenken, 1991, S. 212 ff.). Doch verwenden kulturgeschichtliche Darstellungen (zum Beispiel Glaser: Kultur, 1984, S. 7 ff.) andere Kategorien: Verwirrung aufgrund von Sinnverlust; Verängstigung angesichts des Verlustes religiöser Gewissheit; Verlust der Geborgenheit angesichts des Fortschritts. Verlusterfahrung scheint eine zutreffende Signatur des Zeitalters zu sein. weiterlesen

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Freitags-Service: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle. Heute: Lehrerbildung, europäische Förderprogramme allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport und der Bundesbericht Forschung und Innovation 2012. weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Vergoldet, verkohlt, verlegt

Kunstbrötchen

Vergoldet, verkohlt, verlegt: Die Kunstbrötchen sind da! Danke an die GEDOK Mainz-Wiesbaden. Eine super Aktion!

Was am Tag der Kunstbrötchen geschah können Sie hier sehen.

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Das Kaleidoskop der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen ist online!

Kaleidoskop, Foto: Hannelore Dilmar-Illgen / Pixelio.de

Im Jahr 2007 verpflichtete sich Deutschland mit der Ratifizierung des UNESCO-Übereinkommens von 2005 zur Sicherung und Förderung der kulturellen Vielfalt, alle vier Jahre mit einem Staatenbericht über die Umsetzung der Konvention zu informieren.

Der Fachbeitrag der Zivilgesellschaft zum ersten Bericht ist nun online! Das „Kaleidoskop der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ zeigt mit über 50 beispielhaften Projekten, Initiativen und Maßnahmen die Umsetzung der Konvention auf innenpolitischer, kultureller und internationaler Ebene auf. Der Katalog wurde anhand von Einreichungen zivilgesellschaftlicher Akteure und Verbände, öffentlich finanzierter Organisationen und Institutionen und anderen erstellt. Anschließend konnte sich die Zivilgesellschaft durch eigene Vorschläge und Kommentare einbringen.

kulturstimmen.de gratuliert zur erfolgreichen Realisierung des Projekts!

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Frage der Zeit: Digitalisierung der Unikinos

Warten auf den Filmstart im Hörsaal; © aka-Filmclubs Freiburg

Der aka-Filmclub e.V. in Freiburg ist einer der ältesten und meistbesuchten studentischen Filmclubs Deutschlands. In diesem Jahr feierte er mit einer Sondervorstellung, dem Zuschauer-Wunschfilm „Metropolis“, in seinem Hörsaal-Kino in der Universität sein 54-jähriges Jubiläum. Filmbegeisterte Mitglieder berichten im schriftlichen Interview mit kulturstimmen.de über die Bedeutung, die sie ihrem Studentenkino beimessen, sowie über aktuelle Diskussionen um die Digitalisierung des Kinos. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar