“Stadt-Land-Spielt!” am 26. Mai 2012

Im Rahmen von „Kultur gut stärken“ wird der Tag des Gesellschaftspiels gefeiert

„Die Spiel-Autoren-Zunft (SAZ), seit 2008 Mitglied im Deutschen Kulturrat (Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung), begeht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen SPIELEmuseum Chemnitz und dem Deutschen Spielearchiv Nürnberg einen „Tag des Spiels“.

Stadt – Land – Spielt! – Unter diesem Motto und dieser Aufforderung möchten unsere drei Spieleinstitutionen das Spiel und das Spielen in Deutschland fördern, indem wir der  breiten Öffentlichkeit einen barrierefreien Zugang zum Kulturgut Spiel anbieten. Durch Präsentation und Einführung in Spieleklassiker und moderne Autoren-Spiele kann das Erlebnis Spiel ohne langwieriges Regelstudium erfahren und entdeckt werden. Wir laden alle gleichgesinnten Organisationen ein, sich in den nächsten Jahren noch viele weitere Partner dazugesellen, damit zu dieser Gelegenheit bald deutschlandweit gespielt werden kann.Hierzu werden wir als die Initiatoren das Heft in die Hand nehmen und diesem Anlass seinen einheitlichen Rahmen und ein Gesicht in der Öffentlichkeit geben: mit einem gemeinsamen Internetauftritt, unter einem gemeinsamen Logo, mit einem gemeinsamen Auftrag. Wir freuen uns auf alle Mitstreiter, die in den kommenden Jahren dabei sein werden.

Dieses Jahr finden als Startschuss zwei Aktionen in Chemnitz und Nürnberg statt, zu denen wir herzlich einladen!

Das diesjährige Motto des Kulturrats „Wert der Kreativität“ passt wie angegossen zu den Aktionen der Spiele-Autoren-Zunft „Auch Spiele haben Autoren“ und zu den beiden Ausstellungen, die in Chemnitz und Nürnberg zu dieser Zeit gezeigt werden:

Deutsches SPIELEmuseum Chemnitz

Der „Wert der Kreativität“ zeigt sich in der Ausstellung „Nachgemacht – Spielekopien aus der DDR“ in ganz besonderer Art und Weise.

Denn wer kennt sie nicht? Spieleklassiker wie Monopoly, Malefiz, Hase und Igel, Scrabble, Sagaland oder Heimlich & Co. begeistern seit Jahrzehnten viele Spielefans. Zu DDR-Zeiten war es jedoch nicht einfach, an die Originalspiele aus dem Westen zu kommen. Und so griffen junge und junggebliebene Spieler/innen in vielen Ost-Wohnzimmern zu Bastelpapier, Leim, Schere, Buntstiften und Suralinknete, ganz nach dem Motto: NACHGEMACHT!

Das Projekt „NACHGEMACHT“ sammelt diese selbstgemachten Spiele, die nach Vorlage von Spielen aus dem Westen kopiert wurden.

Vom 5. Mai bis 31. Juli 2012 gibt das Deutsche SPIELEmuseum einen bisher so noch nie gezeigten Einblick in die Alltagswelten der DDR. Die Spiele geben Aufschluss über Mangel und Erfindungsreichtum eines verschwundenen Staates, der noch immer seine Spuren hinterlässt. Die bisher größte Ausstellung von nachgemachten Spielen aus der DDR soll ihre Besucher zum Nachforschen anregen. In den Spielen liegen sowohl Hinweise auf politische Missstände, als auch ganz private Erlebnisse versteckt. Es lohnt sich also ganz genau hinzuschauen.

Am 26. Mai 2012 stellen die Initiatoren Martin Thiele und Michael Geithner das Projekt „NACHGEMACHT“ vor, erzählen die spannenden Geschichten hinter den Spielen und laden die Besucher/innen zum Mitspielen ein. Der ein oder andere damalige „Spielebastler“ kommt natürlich auch zu Wort…

Als Spieleautor stellt Stefan Risthaus die Arbeit der kreativen Köpfe hinter den Spielen vor und gibt Einblick in seine Arbeitsprozesse.

Außerdem können Besucher sich beraten lassen, welche aktuellen Spiele eine Probepartie lohnen. Die Spiele werden fachkundig erklärt, so dass man gleich loslegen kann.

Ort: Neefestraße 78a, 09119 Chemnitz
Tag: 26. Mai 2012
Zeit: 15.00 Uhr

Deutsches Spielearchiv Nürnberg

Die Ausstellung „Top Secret! – Der Spieleerfinder Alex Randolph“, die vom 4. Mai bis 15. Juni in Nürnberg zu sehen ist, widmet sich dem wohl schöpferistischen und kreativsten Spieleerfinder, den die Branche bisher gekannt hat. Zu Ehren seines 90. Geburtstags zeigt das Spielearchiv als Bewahrer seines Nachlasses wertvolle Prototypen und Spiele dieses Vorreiters der Spieleautoren. Bild- und Tondokumente unterstreichen seine vielfältigen Kontakte, Freundschaften, aber auch die große Bedeutung seiner Person in dieser Szene.

Am 26. Mai 2012 lädt das Archiv zu Führungen durch die Ausstellung, aber auch zum Spielen seiner neuen und alten Spiele direkt vor Ort ein. Die Spieleerklärer des Ali Baba Spieleclubs stehen zu Spieleerklärungen und -empfehlungen bereit.

Daneben haben alle interessierten Besucher die Möglichkeit, gemeinsam mit bekannten Spieleautoren aus der Region zu spielen und ganz ungezwungen über deren Arbeit und Spiele zu plaudern. Wie entsteht ein Spiel? Wie kommt man auf Ideen? Alle Fragen werden hier aus erster Hand beantwortet. Ein gemeinsamer Nachmittag für Groß und Klein, für Spieler und werdende Spieleerfinder.

Ort: Foyer Pellerhaus, Egidienplatz 23
Tag: 26. Mai 2012
Zeit: 13.00-17.00 Uhr

Spiele-Autoren-Zunft e. V. (SAZ)

Die SAZ ist nicht nur der Interessenverband der Spiele-Autoren mit über 400 Mitgliedern in vielen Ländern, sondern setzt sich auch für die Förderung des Kulturguts Spiel ein. Mit dem jährlich vergebenen ALEX Medienpreis hebt sie einen journalistischen Beitrag heraus, der sich mit dem Thema Kulturgut Spiel an die breite Öffentlichkeit richtet. Seit 2010 stärkt die SAZ durch ihre Aktion „Auch Spiele haben Autoren“ das Bewusstsein, das hinter jedem Spiel ein kreativer Kopf steht, ohne den das Spiel nicht existieren würde. Mit der Wander-Ausstellung „Wie entsteht ein Spiel?“ wird dieses Anliegen weiter verfolgt.“

Spiele-Autoren-Zunft e. V.
Heinestraße 169
70597 Stuttgart
Webseite: www.spieleautorenzunft.de
E-Mail: ausstellung@spieleautorenzunft.de

Kontakt und Informationen:
Deutsches SPIELEmuseum e.V.
Cynthia Schönfeld (Leiterin)
Neefestraße 78a, 09119 Chemnitz
Tel. 0371- 30 65 65, Fax 0371 – 354 00 31
Email: deutsches-spielemuseum@t-online.de

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

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