November 2011

„Global-Kiez-Radio“

Eröffnung der MulticulTEA bubblebar am 25. November, Foto: Yusuf Beyazit

Bubbletea Bar und Gläsernes Studio – Chefredakteurin Brigitta Gabrin beantwortet im heutigen Kruzinterview Fragen zum Weltkulturradio multikult.fm.

kulturstimmen: Was ist radio multikult.fm und wie ist es zur Gründung des Internet-Radios gekommen?

Brigitta Gabrin: Nach der Schließung von radiomultikulti des RBB, beschloss ein Bruchteil des Teams unter der Leitung der Moderatorin Brigitta Gabrin den vergeblichen Protesten der Hörerschaft eine positive Wendung zu geben und gründete ein ehrenamtliches Radio. Seit Dezember 2008 sendet das mittlerweile 100 köpfige Team als Radio multicult.fm täglich 4-6 Stunden auf UKW 88,4 und 24 Stunden lang im Netz (www.multicult.fm). weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar

Netzdebatte: Die Publikation “Digitalisierung: Kunst und Kultur 2.0″ jetzt kostenlos erhältlich

Die Debatte um einen angemessenen wie praktikablen Umgang mit Urheberrechten im Internet wird aktuell durch den sehr strittigen Leitantrag von Bündnis 90/Die Grünen in der Öffentlichkeit stark diskutiert. Bislang fällt es der Politik offensichtlich sehr schwer, eine Brücke zwischen der sogenannten Netzpolitik und der Kulturpolitik zu schlagen. Während Teile der Politik die Interessen der Künstler durch inakzeptable Vorschläge zugunsten unterstellter Wünsche von Internetnutzern über Bord werfen, setzen sich Künstlerverbände für die Verbesserung der Rahmenbedingungen von Kunst- und Kulturschaffenden im Internet ein.

Die Sicherung der Rechte der Urheber in der digitalen Welt ist keineswegs von gestern, sondern ist das zentrale Anliegen für den Deutschen Kulturrat, denn schließlich geht es um die Persönlichkeits- und wirtschaftlichen Rechte der Künstlerinnen und Künstler. Der Akzeptanzverlust des Urheberrechts, der laut Leitantrag der Grünen in weiten Teilen der Bevölkerung vorherrscht, ist in unseren Augen vielmehr ein Wissensdefizit. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Das Pferd von hinten aufgezäumt: Zum Übergangsmodell Zuschussrente

Viele würden die Sonnenseite des Lebens gerne im Alter genießen. Wird die Zuschussrente tatsächlich vor Altersarmut schützen?

• Von Olaf Zimmermann und Gabriele Schulz

Das Lob zuerst: Dass die Bundesregierung mit dem Rentendialog in einen breit angelegten Diskussionsprozess zur Ausgestaltung der geplanten Zuschussrente tritt, ist positiv. Nachvollziehbar ist auch, dass nicht erst eine Expertenkommission tagen soll, deren Ergebnisse erst zum Ende der Legislaturperiode vorliegen, die dann allerdings nicht mehr aufgenommen und in die Gesetzgebung übersetzt werden können. Ob allerdings die Zuschussrente an sich etwas taugt, um drohende Altersarmut abzuwenden, da sind doch eine Reihe von Fragezeichen angebracht.

CDU, CSU und FDP stellten in ihrem Koalitionsvertrag vom 26.10.2009 fest: „Wir verschließen die Augen nicht davor, dass durch veränderte wirtschaftliche und demografische Strukturen in Zukunft die Gefahr einer ansteigenden Altersarmut besteht“. (Koalitionsvertrag CDU, CSU, FDP, S. 84) Mit dem Hinweis auf die veränderten wirtschaftlichen und demografischen Strukturen sagten die Koalitionäre implizit, dass angesichts einer wachsenden Zahl von Rentnern, der eben keine entsprechend größere Zahl an Erwerbstätigen gegenübersteht, die Renten voraussichtlich weiter sinken werden, was bei den Beziehern so genannter kleiner Renten zur Altersarmut führt. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Die Grünen begehen riesigen Fehler: Kunst- und Kulturschaffende sollen geopfert werden

Grüne Netzpolitik in der Kritik

Deutscher Kulturrat fordert Umdenken in Urheberrechtsfragen bei Bündnis 90/Die Grünen

Berlin, den 25.11.2011. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ruft die Delegierten der Bundesdeligiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen zum Umdenken in ihrer zukünftigen Urheberrechtspolitik auf. An diesem Wochenende wird auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen über den Leitantrag zur Netzpolitik diskutiert. Aus Sicht des Kulturbereichs sind die Passagen zum Urheberrecht größtenteils unhaltbar und sollten dringend überarbeitet werden. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | 3 Kommentare

Freitags-Service: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Diese Woche: Onlinespiele und Verbraucherschutz, Barrierefreiheit und Film, Rentendialog und Transparenz, Durchlässigkeit des Bildungssystems und Daseinsvorsorge weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Kultur gehört in die Mitte der Gesellschaft • Interview mit Ministerin Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg regiert nach 58 Jahren einmal nicht die CDU. Das bedeutet auch für die Kulturpolitik einen Einschnitt. politik und kultur fragte die neue grüne Kulturministerin nach ihren Vorhaben.

Inhaltlich dominieren momentan verkehrspolitische und atompolitische Themen die Landespolitik in Baden-Württemberg. Wie wollen Sie für kulturpolitische Belange begeistern?
Theresia Bauer: Wenn wir mehr Menschen für die Kultur begeistern, steigt auch das Interesse an der Kulturpolitik. Wir legen großen Wert darauf, die Teilhabe an den kulturellen Angeboten zu steigern. Kultur ist ein zentrales Thema, das alle angeht; das werden wir verdeutlichen. Unsere Kulturpolitik werden wir im Dialog entwickeln und umsetzen – mit den Kunst- und Kulturschaffenden, mit den Kommunen und mit anderen Akteuren. weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Bürger Künstler beauftragen: Wie lässt sich zeitgenössische Kunst in einer modernen Gesellschaft verankern? • Von Von Jan Turowski

Gloria Friedmann „Tableau refuge“ (1997). Es wurde ein Künstler beauftragt einen Unterschlupf, in erster Linie für Jäger und Angler, einrichten und „Modernität in die ländliche Region zu holen“.

Die Fragen sind alles andere als neu, und doch scheinen sie vor dem Hintergrund gewaltiger gesellschaftlicher, technologischer und kultureller Veränderungsprozesse zu Beginn des 21. Jahrhunderts heute aktueller denn je: Braucht die Gesellschaft Bildende Kunst? Kann sich so etwas wie ein gesellschaftlicher Bedarf an Kunst überhaupt sinnvoll formulieren? Und braucht Kunst Gesellschaft? Braucht Kunst kommunikative und sozialpolitische Interaktion, die über den eigenen, sehr engen Kunstzirkel hinausreicht?

Auf diese Fragen gibt das Kunstprogramm „Neue Auftraggeber. Für eine Kunst der Zivilgesellschaft“ eine historisch neue Antwort: Es stellt eine organisatorische Praxis bereit, die es Bürgern – unabhängig von ihren materiellen Ressourcen – ermöglicht, mit einem konkreten Anliegen, einer Fragestellung oder einem Problem zu Auftraggebern eines Kunstwerkes zu werden. weiterlesen

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Freitags-Service: Bundestagsdrucksachen aus den Bereichen Kultur und Medien

Rainer Sturm / pixelio.de

Einmal wöchentlich stellen wir die Bundestagsdrucksachen mit kulturpolitischer Relevanz für Sie zusammen. Berücksichtigt werden Kleine und Große Anfragen, Anträge, Entschließungsanträge, Beschlussvorlagen, Schriftliche Fragen, Mündliche Fragen sowie Bundestagsprotokolle.

Diese Woche: Arbeitsverhältnisse und Honorierung von Künstlern, Integrationskurse und Integrationsarbeit

Soziale Sicherung

Deutscher Bundestag
Drucksache 17/7438 (21.10.2011)
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Beauftragten der  Bundesregierung für Kultur und Medien vom 20. Oktober 2011 übermittelt.
Antwort der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/6896 –
Arbeitsverhältnisse und Honorierung von Künstlerinnen, Künstlern und Kulturschaffenden in vom Bund geförderten kulturellen Projekten und Institutionen weiterlesen

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

Wie steht es um die Bildenden Künstlerinnen und Künstler in Deutschland?

M.E. / pixelio.de

Die jüngste Umfrage des Bundesverbandes Bildender Künstler und Künstlerinnen (BBK) gibt Aufschluss zur sozialen und wirtschaftlichen Lage dieser Berufsgruppe. Die Ergebnisse werden in einer gerade veröffentlichten Publikation dokumentiert und analysiert. Werner Schaub, Bundesvorsitzender des BBK, beantwortet im heutigen Kurzinterview Fragen zur Umfrage. weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | 1 Kommentar

Crowdfunding als Ergänzung der Kulturförderung – Wie kleine Projekte schon heute alternativ finanziert werden • Von Denis Bartelt

AARGON / pixelio.de

Crowdfunding ist ein junges Phänomen im Internet, welches seit Sommer 2010 auch in Deutschland an Relevanz gewinnt. Übersetzt mit „Schwarmfinanzierung“, zeigt sich dessen Potenzial bereits in der Begrifflichkeit: Viele Nutzer des Internets finanzieren in kleinen Beträgen gemeinsam eine Sache.

Im September 2010 ist mit startnext. de die erste deutsche Plattform gestartet, die Kreativen, Künstlern und Erfindern die Projektfinanzierung über die Internet-Community ermöglicht. In kurzer Folge starteten weitere Plattformen, wie mysherpas. com, inkubato.com und pling.de, die ebenfalls kreative Projekte fördern, teilweise aber auch soziale Projekte mit einbeziehen. weiterlesen

REDAKTION Andrea Wenger | Hinterlasse einen Kommentar