Diversität lokaler Musiktraditionen in Gefahr

Foto: Renee Missel

„Die finanzielle Förderung des NRW Netzwerkes „Klangkosmos“ aus Landesmitteln für die ca. 220 Konzerte der angeschlossenen lokalen kommunalen, kirchlichen und freien Partner in fast 30 Städten des Landes in Höhe von bisher ca. 70.000 € jährlich wurde zum Ende Juni 2011 komplett gestrichen.Bei dieser Entscheidung waren keine finanziellen Engpässe der bisherigen Fördergeber ausschlaggebend. Vielmehr scheint die Entscheidung machtpolitischen Egoismen unter veränderten kulturpolitischen Konstellationen nach der Landtagswahl NRW geschuldet zu sein.

© Klangkosmos

Anfang Dezember 2010 haben deshalb Netzwerkmitglieder aus über 20 Städten miteinander vereinbart, die Konzerte der Reihe „Klangkosmos“ – trotz dieser sehr bedauerlichen Entscheidung – in der bisherigen inhaltlich-qualitativen und organisatorischen Form unter leitender Koordination von „alba Kultur“ weiterzuführen.

Allerdings werden ab Herbst 2011 größere Einschränkungen bei der Anzahl der Konzerte bzw. der Präsenz der Künstler in einigen Städten unvermeidbar sein, um die gestrichenen finanziellen Mitteln auszugleichen.

Das „Klangkosmos“ Netzwerk hofft dennoch, dass der Kulturlandschaft NRW mit vereinten Kräften ein weit über die Grenzen Deutschlands wahrgenommenes, nachhaltiges Projekt internationaler Klangkunst erhalten bleiben kann und so von NRW weiterhin ein starker Beitrag im Sinne der UNESCO Konvention zum Schutz und zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen kommt.“

Weitere Informationen unter www.klangkosmos-nrw.de

 

REDAKTION Stefanie Ernst | Hinterlasse einen Kommentar

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